Aktuelle Veranstaltungen

VortrÀge zum Nachhören: hier

Leseklub (fortlaufend) jeden zweiten Mittwoch 19 Uhr: Leseklub in der MONAliesA

Feministischer MÜTTER*-Stammtisch (fortlaufend) jeden ersten Montag im Monat, 21 Uhr

Freitag, 13.09.19, 19 Uhr: Film „Unter der Haut liegen die Knochen“ von Marlene Pardeller zum Thema Femizid, Vorstellung der Kampagne „KeineMehr“

Sonntag, 15.09.2019, 16 Uhr: Warum Klinikgeburt? Eine Frage, die sich in den 1950er Jahren stellte. Vortrag von Dr. Christine Loytved

Samstag, 02.11.19, 19 Uhr: Rona Torenz: Ja heißt Ja? Feministische Debatten um einvernehmlichen Sex

AusfĂŒhrliche Beschreibung

Leseklub (fortlaufend)

Jeden zweiten Mittwoch 19 Uhr: Leseklub in der MONAliesA – nĂ€chste Termine sind am 22.5., 5.6., 19.6., 3.7. 17.7. und 31.7. Momentan lesen wir „Karen W.“ von Gerti Tetzner. LektĂŒregrundlage ist die Originalausgabe des Mitteldeutscher Verlags, Halle, 1974 (und kommende Auflagen!) 

Der Leseklub in der MONAliesA lĂ€dt ein, sich mit der Literatur von Frauen aus der DDR und Osteuropa zu beschĂ€ftigen. Wir wollen uns mittwochs (2-wöchentlich) von 19:00 bis 20:30 Uhr in einer offenen Runde unseren Fragen zu Feminismus, Geschichte, Politik und Literatur – zunĂ€chst – in den Werken der Autorinnen Joanna Bator, Brigitte Reimann, Irmtraud Morgner und Gisela Steineckert widmen. Jede*r sei herzlich ermuntert, in den Leseklub einzutreten und an der Gestaltung der Sitzungen mitzuwirken, etwa die Moderation fĂŒr Sitzungen mit spezifischen Themenkomplexen zu ĂŒbernehmen, kleinere VortrĂ€ge zu eigenen Fragestellungen einzubringen, sich ĂŒber die Autorin und ggf. Übersetzerin zu informieren und vieles Ă€hnliches mehr.

Oberstes Ziel des Leseklubs ist, Freude am Lesen zu fördern und uns mit anderen ĂŒber unsere Leseerfahrungen auszutauschen! Außer der fĂŒr einen Leseklub nicht ĂŒberraschenden Lesebereitschaft und der Neugier und Offenheit gegenĂŒber oben genannten Themen sind daher keine Voraussetzungen nötig. Allerdings möchten wir eine schöne AtmosphĂ€re kreieren, in der keine*r Angst haben muss, etwas zu sagen oder zu fragen. Wir bitten also darum, eine Portion Geduld und Empathie mitzubringen.

Bis dahin freut sich auf euch:
Der Leseklub in der MONAliesA!

Kontakt via Email: DerHessischeLandbote at disroot.org

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Feministischer MÜTTER*-Stammtisch / Empowerment SĂŒd (fortlaufend)

Jeden ersten Montag im Monat, 21-22.30 Uhr, nĂ€chste Termine 3.6., 1.7., 5.8., 2.9., 7.10., 4.11., 2.12.

Der feministische MÜTTER*-Stammtisch ist ein offener Treff fĂŒr alle, die sich kritisch und mit einem feministischen Anliegen mit Mutter-Sein, MĂŒtterlichkeit, Mutterrollen u.Ă€. auseinandersetzen wollen. Der Stammtisch findet jeden ersten Montag im Monat möglichst pĂŒnktlich um 21 Uhr in der MONAliesA statt, er dauert etwa 90 Minuten und ist kinderfrei. Der Stammtisch ist aus der MĂŒtter*-Vernetzung empowerment und empoerung hervorgegangen und nur eines von vielen Formaten, in denen die Vernetzung von linken MĂŒttern* in Leipzig passiert.

Der Stammtisch erfolgt mit Theorie- und Austausch-Sitzungen im Wechsel. VorschlĂ€ge im Block “Theorie” rund um das Thema kritische MĂŒtterlichkeit sind herzlich willkommen, das Genre ist dabei nicht entscheidend. Bislang haben wir uns mit der „GebĂ€ren“-Ausgabe der outside the box, „Kritik des Staatsfeminismus“ von Lily Lent und Andrea Trumann und „Emanzipation undenkbar?! Mutterschaft und Feminismus“ von Marie Reusch beschĂ€ftigt. Als Material können jedoch genauso gut Belletristik, Zines oder eben Studien, z.B. der Zweiten Frauenbewegung o.Ă€., dienen. Bitte keine Scheu vor “Theorie”: Niemand braucht besondere Vorkenntnisse, wir werden uns im gemeinsamen Austausch mit dem Material auseinandersetzen und ganz sicher auf viel Spannendes und Erkenntnisreiches stoßen. Es soll nicht um das “Durcharbeiten” von akademischer Fachliteratur gehen und um “richtig” oder “falsch”, sondern darum, durch das Gelesene miteinander ins GesprĂ€ch zu kommen und neue Perspektiven auf die eigene Situation zu gewinnen! Auch fĂŒr die Austausch-Sitzungen können Themenschwerpunkte gesetzt werden. NatĂŒrlich ist es möglich, nur zu einzelnen Stammtischsitzungen zu kommen, also z.B. nur zum Erfahrungsaustausch.

Bei Fragen und Interesse schreibt gerne an: DerHessischeLandbote at disroot.org

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Sonntag, 15.09.2019, 16 Uhr: Warum Klinikgeburt? Eine Frage, die sich in den 1950er Jahren stellte

Referentin: Dr. Christine Loytved

Im Osten frĂŒher als im Westen wurde die Geburt im Krankenhaus zur Routine. Christine Loytved geht der Frage nach, wodurch die Frauen veranlasst wurden, die eigene Wohnung als Geburtsort fĂŒr ihr Kind aufzugeben. Möglicherweise helfen die Antworten, die heutige Situation zu verstehen, in der die Selbstbestimmung der Frau selbstverstĂ€ndlich sein sollte, die Frage nach den Wahlmöglichkeiten fĂŒr den Ort der Geburt aber emotional aufgeladen ist.
Dr. Christine Loytved, Hebamme und Medizinhistorikerin, arbeitet als Dozentin am Institut fĂŒr Hebammen der ZĂŒrcher Hochschule fĂŒr Angewandte Wissenschaften und unterrichtet an weiteren HebammenstudiengĂ€ngen in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

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Freitag, 13.09.19, 19 Uhr: Film „Unter der Haut liegen die Knochen“ von Marlene Pardeller zum Thema Femizid, Vorstellung der Kampagne „KeineMehr“

Der Film untersucht, wie das gesamtgesellschaftliche Problem der Frauen*morde in den politisch so unterschiedlichen RealitÀten wie Italien und Mexiko sich dennoch so Àhnlich gestalten kann. Dabei werden Frauenhauskoordinatorinnen, TrÀgerinnen von Traditionen wie Schuachplattlerinnen und Wrestlerinnen sowie Forscherinnen zu diesem Thema befragt, um die KausalzusammenhÀnge zu erforschen.
Nach einer gemeinsamen Diskussion mit der Filmemacherin wird der Bezug zur deutschen RealitÀt hergestellt. Jeden Tag wird in Deutschland versucht, eine Frau* umzubringen. Das ist keine RealitÀt, die wir als Normalzustand akzeptieren können. Die Arbeit der KeineMehr-Kampagne wird von den Initiatorinnen vorgestellt. Ziel der Kampagne ist es, die ZustÀnde in Deutschland zu benennen um sie nachhaltig zu verÀndern.

Samstag, 02.11.19, 19 Uhr: Rona Torenz: Ja heißt Ja? Feministische Debatten um einvernehmlichen Sex

Weil es nicht immer allen möglich ist, «Nein» zu sagen, ist aus der feministischen Losung «Nein heißt Nein» die Forderung nach «Ja heißt Ja» entstanden. Demnach ist die ausdrĂŒckliche Zustimmung aller Beteiligten notwendig, damit Sex als einvernehmlich gilt. So wird die Verantwortung fĂŒr sexuelle Gewalt verlagert: Weg von jenen, die nicht (klar genug) «Nein» sagen hin zu jenen, die nicht das nötige «Ja» bekommen. Aus der Perspektive sexueller Selbstbestimmung erscheint das zunĂ€chst plausibel.
Die Autorin Rona Torenz sieht das Konzept dennoch kritisch. Ihre wesentliche These: Die Fokussierung auf ausdrĂŒckliches EinverstĂ€ndnis als Hebel zur Verhinderung sexualisierter Gewalt unterschĂ€tzt die Verinnerlichung sexueller MachtverhĂ€ltnisse. «Ja heißt Ja» kann somit heteronormative Strukturen stabilisieren und wenig zu einer VerĂ€nderung hegemonialer Sexualkultur beitragen. Was heißt das fĂŒr unseren Kampf gegen sexuelle Gewalt?
Diese Fragen und mehr diskutiert Rona Torenz im GesprÀch.

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