Aktuelle Veranstaltungen

Vorträge zum Nachhören: hier

Zine-Ausschreibung >>Sometimes memory can be a knife<<

Leseklub (fortlaufend)jeden zweiten Mittwoch 19 Uhr: Leseklub in der MONAliesA

Feministischer MÜTTER*-Stammtisch (fortlaufend) jeden ersten Montag im Monat

Di., 28.07., 19 Uhr: Feminismus als Ware und als Waffe – Zur Kritik am Pop-Feminismus und der Möglichkeit seiner Überwindung

Ausführliche Beschreibung

Zine-Ausschreibung „Sometimes memory can be a knife“

“Sometimes memory can be a knife.” Siri Hustvedt
~~~~~~~
Zine-Ausschreibung
~~~~~~~

Erinnerung kann ein Messer sein. Sie kann uns so weh tun, als bohre sich eine lange Klinge in unsere Narben, um sie erneut in blutendende Wunden zu verwandeln. Sie kann zu einer Waffe in unserer Hand werden, uns spiegeln wer wir wirklich sind, Licht auf unsere Gemeinsamkeiten werfen und uns die Kraft geben, zusammen zu handeln.

Was löst Siri Hustvedts Aussage „Sometimes memory can be a knife“ bei euch aus?
Was bringt ihr damit in Verbindung? In einem Zine möchten wir genderspezifische Erfahrungen von Frauen, Lesben, Trans*- und genderqueeren Menschen im Umgang mit Erinnerung veröffentlichen. Dafür rufen wir euch auf diese bis zum 15.09.20 mit uns zu teilen. In Prosaform, als Gedicht, Essay oder Bild. Bei einer großen
Anzahl an Einsendungen werden wir die Auswahl für die Veröffentlichung im Zine nach inhaltlichen, sprachlichen und ästhetischen Kriterien treffen, um eine zusammenhängende Sammlung zu gestalten.

Die Texte sollten nicht mehr als 1000 Wörter umfassen und möglichst auf Deutsch geschrieben sein. (Englisch ist auch möglich.) Wir möchten gerne eine breit gefächerte Autorinnenschaft und einen großen Erfahrungsreichtum veröffentlichen und fordern besonders Women of Colour, Trans– und Inter*-Menschen und Frauen mit Behinderung auf, ihre Erfahrungen und Assoziationen mit uns zu teilen. Wenn ihr möchtet, schreibt uns auch gerne einen Satz zu eurer Person dazu.

Bitte schickt eure Einsendungen mit dem Betreff „Memory“ per Email oder Post bis 15.09.20 an:
zine@monaliesa.de
oder
Feministische Bibliothek MONAliesA, Bernhard-Göring-Straße 152, 04277 Leipzig

Leseklub (fortlaufend)

Jeden zweiten Mittwoch 19 Uhr: Leseklub in der MONAliesA – nächste Termine sind am 29.1., 12.2., 26.2., 11.3., 25.3. und 8.4.

Momentan lesen wir Weibskram von Sylwia Chutnik. Am 15.01. fangen wir an, die erste der vier Erzählungen zu besprechen. Sylwia Chutnik ist eine 1979 in Warschau geborene polnische Schriftstellerin und Publizistin.

Der Leseklub in der MONAliesA lädt ein, sich mit der Literatur von Frauen aus der DDR und Osteuropa zu beschäftigen. Wir wollen uns mittwochs (2-wöchentlich) von 19:00 bis 20:30 Uhr in einer offenen Runde unseren Fragen zu Feminismus, Geschichte, Politik und Literatur – zunächst – in den Werken der Autorinnen Joanna Bator, Brigitte Reimann, Irmtraud Morgner und Gisela Steineckert widmen. Jede*r sei herzlich ermuntert, in den Leseklub einzutreten und an der Gestaltung der Sitzungen mitzuwirken, etwa die Moderation für Sitzungen mit spezifischen Themenkomplexen zu übernehmen, kleinere Vorträge zu eigenen Fragestellungen einzubringen, sich über die Autorin und ggf. Übersetzerin zu informieren und vieles ähnliches mehr.

Oberstes Ziel des Leseklubs ist, Freude am Lesen zu fördern und uns mit anderen über unsere Leseerfahrungen auszutauschen! Außer der für einen Leseklub nicht überraschenden Lesebereitschaft und der Neugier und Offenheit gegenüber oben genannten Themen sind daher keine Voraussetzungen nötig. Allerdings möchten wir eine schöne Atmosphäre kreieren, in der keine*r Angst haben muss, etwas zu sagen oder zu fragen. Wir bitten also darum, eine Portion Geduld und Empathie mitzubringen.

Bis dahin freut sich auf euch:
Der Leseklub in der MONAliesA!

Kontakt via Email: DerHessischeLandbote at disroot.org

nach oben

Feministischer MÜTTER*-Stammtisch / Empowerment Süd (fortlaufend)

Jeden ersten Montag im Monat, Beginn abwechseln 20 Uhr und 21 Uhr – 22.30 Uhr, nächste Termine 2.3.20 (Theorie – 20h), 6.4.20 (Austausch – 21h), 4.5.20 (Theorie – 20h) und 8.6.20 (Austausch – 21h).

Der feministische MÜTTER*-Stammtisch ist ein offener Treff für alle, die sich kritisch und mit einem feministischen Anliegen mit Mutter-Sein, Mütterlichkeit, Mutterrollen u.ä. auseinandersetzen wollen. Der Stammtisch findet jeden ersten Montag im Monat möglichst pünktlich um 20 Uhr (Theorie) bzw. 21 Uhr (Austausch) in der MONAliesA statt, er dauert etwa 120 Minuten (Theorie) bzw. 90 Minuten (Austausch) und ist kinderfrei. Der Stammtisch ist aus der Mütter*-Vernetzung empowerment und empoerung hervorgegangen und nur eines von vielen Formaten, in denen die Vernetzung von linken Müttern* in Leipzig passiert.

Der Stammtisch erfolgt mit Theorie- und Austausch-Sitzungen im Wechsel. Vorschläge im Block “Theorie” rund um das Thema kritische Mütterlichkeit sind herzlich willkommen, das Genre ist dabei nicht entscheidend. Bitte keine Scheu vor “Theorie”: Niemand braucht besondere Vorkenntnisse, wir werden uns im gemeinsamen Austausch mit dem Material auseinandersetzen und ganz sicher auf viel Spannendes und Erkenntnisreiches stoßen. Es soll nicht um das “Durcharbeiten” von akademischer Fachliteratur gehen und um “richtig” oder “falsch”, sondern darum, durch das Gelesene miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Perspektiven auf die eigene Situation zu gewinnen! Auch für die Austausch-Sitzungen können Themenschwerpunkte gesetzt werden. Natürlich ist es möglich, nur zu einzelnen Stammtischsitzungen zu kommen, also z.B. nur zum Erfahrungsaustausch.

Bei Fragen und Interesse schreibt gerne an: DerHessischeLandbote at disroot.org

nach oben

Di., 28.07., 19 Uhr: Feminismus als Ware und als Waffe – Zur Kritik am Pop-Feminismus und der Möglichkeit seiner Überwindung

Referentin: Constanze Stutz
ACHTUNG, anderer Ort: Freisitz im Conne Island

Feminismus zeigt sich gegenwärtig in vielen Formen – neben dem konservativen Feminismus der Gleichstellungspolitik, dem elitären Feminismus der Führungsetagen-Neoliberalistas und dem Queer-Feminismus zwischen Identitätspolitik und Hedonismus hat sich der Pop-Feminismus mit seiner Anrufung der Selbstermächtigung und Wahlfreiheit als umfassendste und tanzbarste Version durchgesetzt. Gleichzeitig lösen die gängige Pop-Varianten des Feminismus das Spannungsverhältnis von weiblicher Erfahrung und Emanzipation zu oft zugunsten individualistischer Selbstermächtigung auf und bieten damit die Möglichkeit, weibliche Aggression und Wut einzuhegen, die gegenwärtig auch in Ermangelung revolutionär-feministischer Erfahrungs- und Beziehungsweisen zumeist ortlos verbleibt.

Indem Pop-Feminismus gerade das, was eine reflektierte Überwindung der herrschenden Verhältnisse ermöglichen würde, nicht liefert, bieten pop-feministische Erfahrungsliteratur und der dazu passende Life-Style einen Anfang in der Auseinandersetzung, aber führen von vornherein auf die falsche Fährte. Was unartikuliert bleibt, ist eine integrierende Erinnerung an verlorene und gewonnene, zu weit gegangene und zu kurz gekommene Kämpfe, Theorien und Streits sowie eine Vorstellung davon, wie es anders sein könnte und müsste, eine utopische Hoffnung auf eine Gesellschaft, in der das Patriarchat überwunden und der Kapitalismus abgelöst wäre.

Was wäre also Fährten, denen wir folgen und Kämpfe, an die wir anschließen wollen würden?

nach oben