Aktuelle Veranstaltungen

Vorträge zum Nachhören: hier

Leseklub (fortlaufend) jeden zweiten Mittwoch 19 Uhr: Leseklub in der MONAliesA

Feministischer MÜTTER*-Stammtisch (fortlaufend) jeden ersten Montag im Monat

Donnerstag, 24.10.19, 19 Uhr: Kritische Theorie und Geschlecht – Ansätze einer materialistisch-feministischen Gesellschaftsanalyse. Vortrag von Barbara Umrath. Achtung anderer Ort: IfZ, An den Tierkliniken 38-40

Freitag, 01.11.19, 19 Uhr: Alpensolo. Lesung und Diskussion mit Ana Zirner

Samstag, 02.11.19, 19 Uhr: Rona Torenz: Ja heißt Ja? Feministische Debatten um einvernehmlichen Sex

Donnerstag, 14.11.19, 19 Uhr: What difference does it make? – Zur Bedeutung der Geschlechterdifferenz in der männlichen Subjektwerdung. Vortrag mit Johanna Niendorf

Donnerstag 19.12.19, 19 Uhr: „Fragmente eines Gesprächs: Utopische Forderungen an Mutterschaft/Elternschaft.“ Lesung und Diskussion mit dem AK.Unbehagen

Ausführliche Beschreibung

Leseklub (fortlaufend)

Jeden zweiten Mittwoch 19 Uhr: Leseklub in der MONAliesA – nächste Termine sind am 25.9., 9.10., 23.10., 6.11., 20.11., 4.12. und 18.12.

Momentan lesen wir „Karen W.“ von Gerti Tetzner. Lektüregrundlage ist die Originalausgabe des Mitteldeutscher Verlags, Halle, 1974 (und kommende Auflagen!)

 Der Leseklub in der MONAliesA lädt ein, sich mit der Literatur von Frauen aus der DDR und Osteuropa zu beschäftigen. Wir wollen uns mittwochs (2-wöchentlich) von 19:00 bis 20:30 Uhr in einer offenen Runde unseren Fragen zu Feminismus, Geschichte, Politik und Literatur – zunächst – in den Werken der Autorinnen Joanna Bator, Brigitte Reimann, Irmtraud Morgner und Gisela Steineckert widmen. Jede*r sei herzlich ermuntert, in den Leseklub einzutreten und an der Gestaltung der Sitzungen mitzuwirken, etwa die Moderation für Sitzungen mit spezifischen Themenkomplexen zu übernehmen, kleinere Vorträge zu eigenen Fragestellungen einzubringen, sich über die Autorin und ggf. Übersetzerin zu informieren und vieles ähnliches mehr.

Oberstes Ziel des Leseklubs ist, Freude am Lesen zu fördern und uns mit anderen über unsere Leseerfahrungen auszutauschen! Außer der für einen Leseklub nicht überraschenden Lesebereitschaft und der Neugier und Offenheit gegenüber oben genannten Themen sind daher keine Voraussetzungen nötig. Allerdings möchten wir eine schöne Atmosphäre kreieren, in der keine*r Angst haben muss, etwas zu sagen oder zu fragen. Wir bitten also darum, eine Portion Geduld und Empathie mitzubringen.

Bis dahin freut sich auf euch:
Der Leseklub in der MONAliesA!

Kontakt via Email: DerHessischeLandbote at disroot.org

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Feministischer MÜTTER*-Stammtisch / Empowerment Süd (fortlaufend)

Jeden ersten Montag im Monat, 21-22.30 Uhr, nächste Termine  7.10. (Erfahrung; Beginn 21h, Dauer 90 Min.), 4.11. (Theorie; Beginn 20h, Dauer 120 Min.), 2.12. (Erfahrung; Beginn 21h, Dauer 90 Min.)

Der feministische MÜTTER*-Stammtisch ist ein offener Treff für alle, die sich kritisch und mit einem feministischen Anliegen mit Mutter-Sein, Mütterlichkeit, Mutterrollen u.ä. auseinandersetzen wollen. Der Stammtisch findet jeden ersten Montag im Monat möglichst pünktlich um 21 Uhr in der MONAliesA statt, er dauert etwa 90 Minuten und ist kinderfrei. Der Stammtisch ist aus der Mütter*-Vernetzung empowerment und empoerung hervorgegangen und nur eines von vielen Formaten, in denen die Vernetzung von linken Müttern* in Leipzig passiert.

Der Stammtisch erfolgt mit Theorie- und Austausch-Sitzungen im Wechsel. Vorschläge im Block “Theorie” rund um das Thema kritische Mütterlichkeit sind herzlich willkommen, das Genre ist dabei nicht entscheidend. Bislang haben wir uns mit der „Gebären“-Ausgabe der outside the box, „Kritik des Staatsfeminismus“ von Lily Lent und Andrea Trumann und „Emanzipation undenkbar?! Mutterschaft und Feminismus“ von Marie Reusch beschäftigt. Als Material können jedoch genauso gut Belletristik, Zines oder eben Studien, z.B. der Zweiten Frauenbewegung o.ä., dienen. Bitte keine Scheu vor “Theorie”: Niemand braucht besondere Vorkenntnisse, wir werden uns im gemeinsamen Austausch mit dem Material auseinandersetzen und ganz sicher auf viel Spannendes und Erkenntnisreiches stoßen. Es soll nicht um das “Durcharbeiten” von akademischer Fachliteratur gehen und um “richtig” oder “falsch”, sondern darum, durch das Gelesene miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Perspektiven auf die eigene Situation zu gewinnen! Auch für die Austausch-Sitzungen können Themenschwerpunkte gesetzt werden. Natürlich ist es möglich, nur zu einzelnen Stammtischsitzungen zu kommen, also z.B. nur zum Erfahrungsaustausch.

Bei Fragen und Interesse schreibt gerne an: DerHessischeLandbote at disroot.org

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Donnerstag, 24.10.19, 19 Uhr: Kritische Theorie und Geschlecht – Ansätze einer materialistisch-feministischen Gesellschaftsanalyse. Vortrag von Barbara Umrath

Achtung anderer Ort: IfZ, An den Tierkliniken

Seit einigen Jahren wird wieder vermehrt diskutiert, wie sich materialistisches und feministisches Denken verbinden lassen. Allerdings hat der ‚new materialism’, der in der akademischen Geschlechterforschung aktuell stark rezipiert wird, wenig mit einer Kritik der politischen Ökonomie in Marxscher Tradition zu tun. Marxistisch-feministische Ansätze wiederum stellen in erster Linie auf geschlechtliche Arbeitsteilung als ein entscheidendes Moment kapitalistischer (Re-)Produktionsverhältnisse ab. Welche Zugänge die Kritische Theorie eröffnet, die ab den 1930er-Jahren von Max Horkheimer, Erich Fromm, Theodor W. Adorno, Herbert Marcuse und anderen entwickelt wurde, soll im Vortrag dargestellt und diskutiert werden. Deutlich wird dabei werden, dass deren historisch-materialistische Perspektive über Kapitalismuskritik im engeren Sinne hinausgeht, insofern sie als kritische Theorie bürgerlicher Gesellschaft und Subjektivität immer auch Kritik herrschaftsförmiger Geschlechter- und sexueller Verhältnisse bedeutet.

Barbara Umrath ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschlechterstudien der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der TH Köln. Ihre Dissertation „Geschlecht, Familie, Sexualität. Die Entwicklung der Kritischen Theorie aus der Perspektive sozialwissenschaftlicher Geschlechterforschung“ erschien im März.
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Freitag, 01.11.19, 19 Uhr: Alpensolo. Lesung und Diskussion mit Ana Zirner

Ana Zirner beschließt, allein von Ost nach West die Alpen zu überqueren. Nur mit einem 35-Liter-Rucksack bepackt, begibt sie sich auf ihre selbst gelegte Route: knapp 2000 Kilometer vom slowenischen Ljubljana über Österreich, Italien und die Schweiz bis ins französische Grenoble. Außerdem hat sie die Pyrenäen überquert und zuletzt das große Projekt realisiert, allein den Colorado River herunterzupaddeln. Was für Menschen trifft sie und welche Erfahrungen macht sie in einem leistungs- und männerdominierten Sportbereich? Welche Reaktionen bekommt sie von Männern und auch Frauen darauf, dass sie sich Wünsche überlegt und diese umsetzt und wie reagiert eine Sportmarke, die die angebotenen pinken Wanderstöcke zurückgeschickt bekommt aufgrund ihrer Farbe, jedoch keine Alternative anbieten kann?

Über ihre Erfahrungen am Berg und in der Natur wird Ana berichten; eine Frage- und Diskussionsrunde im Anschluss ist fest eingeplant.

Ana Zirner, Jahrgang 1983, ist freiberufliche Autorin, Kulturmanagerin, Film- und Theaterregisseurin und war u.a. in New York, Madrid und Berlin tätig. Aufgewachsen im Bayerischen Voralpenland, zieht es sie jedoch immer wieder in die Berge zurück, wo sie leidenschaftlich gern Mehrtages- und Gipfeltouren unternimmt, klettern geht sowie ausgedehnte Ausflüge mit dem Splitboard absolviert. Über ihre Alpenüberquerung von Ost nach West im Sommer 2017 bloggte sie auf ihrer Webseite.
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Samstag, 02.11.19, 19 Uhr: Rona Torenz: Ja heißt Ja? Feministische Debatten um einvernehmlichen Sex

Weil es nicht immer allen möglich ist, «Nein» zu sagen, ist aus der feministischen Losung «Nein heißt Nein» die Forderung nach «Ja heißt Ja» entstanden. Demnach ist die ausdrückliche Zustimmung aller Beteiligten notwendig, damit Sex als einvernehmlich gilt. So wird die Verantwortung für sexuelle Gewalt verlagert: Weg von jenen, die nicht (klar genug) «Nein» sagen hin zu jenen, die nicht das nötige «Ja» bekommen. Aus der Perspektive sexueller Selbstbestimmung erscheint das zunächst plausibel.
Die Autorin Rona Torenz sieht das Konzept dennoch kritisch. Ihre wesentliche These: Die Fokussierung auf ausdrückliches Einverständnis als Hebel zur Verhinderung sexualisierter Gewalt unterschätzt die Verinnerlichung sexueller Machtverhältnisse. «Ja heißt Ja» kann somit heteronormative Strukturen stabilisieren und wenig zu einer Veränderung hegemonialer Sexualkultur beitragen. Was heißt das für unseren Kampf gegen sexuelle Gewalt?
Diese Fragen und mehr diskutiert Rona Torenz im Gespräch.
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Donnerstag, 14.11.19, 19 Uhr: What difference does it make? – Zur Bedeutung der Geschlechterdifferenz in der männlichen Subjektwerdung. Vortrag mit Johanna Niendorf

Differenz und Differenzierung gehört notwendig zum Prozess der Individuation. Die Erkenntnis, dass Ich nicht Du bin, ist der erster Schritt, der auf dem Weg der Subjektwerdung vollzogen werden muss. Damit einher gehen Verwerfungen und Probleme, denn wenn Ich nicht Du bin, bedeutet das auch, dass Ich nicht alles sein kann. Subjektwerdung heißt Grenzen zu ziehen und eigene Begrenzungen zu akzeptieren.
Das männliche Subjekt der patriarchalen und kapitalistischen Gesellschaft befindet sich dabei in einem besonderen Konflikt zwischen Autonomiebestrebungen und der Abhängigkeit von Anderen. Gerade in der Beziehung zu Frauen ist dieser Konflikt zur Ursache von Abwertung,Aggression und Gewalt werden.
Im Vortrag soll das Spannungsfeld männlicher Subjektwerdung mit der psychoanalytischen Sozialpsychologie beleuchtet und Erklärungsansätze vorgestellt werden.
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Donnerstag 19.12.19, 19 Uhr: „Fragmente eines Gesprächs: Utopische Forderungen an Mutterschaft/Elternschaft.“ Lesung und Diskussion mit dem AK.Unbehagen

–> weitere Infos folgen in Kürze