Aktuelle Veranstaltungen

VortrÀge zum Nachhören:

https://www.mixcloud.com/MONAliesA_Leipzig/

Leseklub (fortlaufend) jeden zweiten Mittwoch 19 Uhr: Leseklub in der MONAliesA

Feministischer MÜTTER*-Stammtisch (fortlaufend) jeden ersten Montag im Monat, 21 Uhr

Donnerstag, 20.06.19, 19 Uhr: „Traumgeburt oder Geburtstrauma? – Zum neuen Unbehagen an der Geburt“, Vortrag und Diskussion mit Dr. Sabine Flick

Freitag, 28.06.19, 19 Uhr: Merle Stöver: Die Achillesferse der IntersektionalitĂ€t – Überlegungen zu Antisemitismus als blinder Fleck der IntersektionalitĂ€t

Freitag, 13.09.19, 19 Uhr: Film „Unter der Haut liegen die Knochen“ von Marlene Pardeller zum Thema Femizid, Vorstellung der Kampagne „KeineMehr“

Freitag, 11.10.19, 19 Uhr: „Die Sportlerin. Die Geschichte der feministischen Kickboxerin Claudia Fingerhuth“, Lesung mit Ulrike Gramann

AusfĂŒhrliche Beschreibung

Leseklub (fortlaufend)

Jeden zweiten Mittwoch 19 Uhr: Leseklub in der MONAliesA – nĂ€chste Termine sind am 22.5., 5.6., 19.6., 3.7. 17.7. und 31.7. Momentan lesen wir „Karen W.“ von Gerti Tetzner. LektĂŒregrundlage ist die Originalausgabe des Mitteldeutscher Verlags, Halle, 1974 (und kommende Auflagen!) 

Der Leseklub in der MONAliesA lĂ€dt ein, sich mit der Literatur von Frauen aus der DDR und Osteuropa zu beschĂ€ftigen. Wir wollen uns mittwochs (2-wöchentlich) von 19:00 bis 20:30 Uhr in einer offenen Runde unseren Fragen zu Feminismus, Geschichte, Politik und Literatur – zunĂ€chst – in den Werken der Autorinnen Joanna Bator, Brigitte Reimann, Irmtraud Morgner und Gisela Steineckert widmen. Jede*r sei herzlich ermuntert, in den Leseklub einzutreten und an der Gestaltung der Sitzungen mitzuwirken, etwa die Moderation fĂŒr Sitzungen mit spezifischen Themenkomplexen zu ĂŒbernehmen, kleinere VortrĂ€ge zu eigenen Fragestellungen einzubringen, sich ĂŒber die Autorin und ggf. Übersetzerin zu informieren und vieles Ă€hnliches mehr.

Oberstes Ziel des Leseklubs ist, Freude am Lesen zu fördern und uns mit anderen ĂŒber unsere Leseerfahrungen auszutauschen! Außer der fĂŒr einen Leseklub nicht ĂŒberraschenden Lesebereitschaft und der Neugier und Offenheit gegenĂŒber oben genannten Themen sind daher keine Voraussetzungen nötig. Allerdings möchten wir eine schöne AtmosphĂ€re kreieren, in der keine*r Angst haben muss, etwas zu sagen oder zu fragen. Wir bitten also darum, eine Portion Geduld und Empathie mitzubringen.

Bis dahin freut sich auf euch:
Der Leseklub in der MONAliesA!

Kontakt via Email: DerHessischeLandbote at disroot.org

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Feministischer MÜTTER*-Stammtisch / Empowerment SĂŒd (fortlaufend)

Jeden ersten Montag im Monat, 21-22.30 Uhr, nÀchste Termine 3.6., 1.7., 5.8., 2.9., 7.10., 4.11., 2.12.

Der feministische MÜTTER*-Stammtisch ist ein offener Treff fĂŒr alle, die sich kritisch und mit einem feministischen Anliegen mit Mutter-Sein, MĂŒtterlichkeit, Mutterrollen u.Ă€. auseinandersetzen wollen. Der Stammtisch findet jeden ersten Montag im Monat möglichst pĂŒnktlich um 21 Uhr in der MONAliesA statt, er dauert etwa 90 Minuten und ist kinderfrei. Der Stammtisch ist aus der MĂŒtter*-Vernetzung empowerment und empoerung hervorgegangen und nur eines von vielen Formaten, in denen die Vernetzung von linken MĂŒttern* in Leipzig passiert.

Der Stammtisch erfolgt mit Theorie- und Austausch-Sitzungen im Wechsel. VorschlĂ€ge im Block “Theorie” rund um das Thema kritische MĂŒtterlichkeit sind herzlich willkommen, das Genre ist dabei nicht entscheidend. Bislang haben wir uns mit der „GebĂ€ren“-Ausgabe der outside the box, „Kritik des Staatsfeminismus“ von Lily Lent und Andrea Trumann und „Emanzipation undenkbar?! Mutterschaft und Feminismus“ von Marie Reusch beschĂ€ftigt. Als Material können jedoch genauso gut Belletristik, Zines oder eben Studien, z.B. der Zweiten Frauenbewegung o.Ă€., dienen. Bitte keine Scheu vor “Theorie”: Niemand braucht besondere Vorkenntnisse, wir werden uns im gemeinsamen Austausch mit dem Material auseinandersetzen und ganz sicher auf viel Spannendes und Erkenntnisreiches stoßen. Es soll nicht um das “Durcharbeiten” von akademischer Fachliteratur gehen und um “richtig” oder “falsch”, sondern darum, durch das Gelesene miteinander ins GesprĂ€ch zu kommen und neue Perspektiven auf die eigene Situation zu gewinnen! Auch fĂŒr die Austausch-Sitzungen können Themenschwerpunkte gesetzt werden. NatĂŒrlich ist es möglich, nur zu einzelnen Stammtischsitzungen zu kommen, also z.B. nur zum Erfahrungsaustausch.

Bei Fragen und Interesse schreibt gerne an: DerHessischeLandbote at disroot.org

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Donnerstag, 20.06.19, 19 Uhr: „Traumgeburt oder Geburtstrauma? – Zum neuen Unbehagen an der Geburt“

Vortrag und Diskussion mit Dr. Sabine Flick

Seit wenigen Jahren engagieren sich Aktivist*innen der so genannten „Roses Revolution“gegen geburtshilfliche Gewalt in Europa. Sie beziehen sich dabei auf Erfahrungen respektlosenUmgangs und ungerechtfertigter Behandlung bis hin zu körperlicher Misshandlung, die Frauen unter der Geburt erleben. WĂ€hrend die WHO dazu bereits ein Statement veröffentlicht hat, die Diskussionen um ‚Black BirthingJustice‘ in den USA aufrassistische Strukturen auch in der Geburtshilfehinweisenund in einigen lateinamerikanischen LĂ€ndern geburtshilflichen Gewalt sogar bereits als Rechtsgegenstand verhandelt wird, hat die Debatte in Europa gerade erst begonnen. Interessanterweise konzentriert sich die europĂ€ische, insbesondere deutschsprachige Diskussion stark auf die psychischen Aspekte der Erfahrungen mit geburtshilflicher Gewalt. MĂŒtter, Doulas und Hebammen beschreiben traumatische Erlebnisse wĂ€hrend der Geburt und leiten Folgeprobleme beim Stillen, Depressionen und Bindungsprobleme mit dem SĂ€ugling aus diesen Traumata ab. Experten aus Psychotherapie und Psychiatrie stehen Pate fĂŒr diese ErklĂ€rungen. In der Folge bietet der Bereich der Eltern-Kind-Psychotherapie immer mehr Dienstleistungen zur PrĂ€vention und BewĂ€ltigung von Geburtstraumata an.
Was ist passiert? Erleben wir tatsĂ€chlich ein #metoo im Kreißsaal? Ist dies alles also ein Hinweis darauf, dass sich die Situation der Frauen unter der Geburt in Europa verschlechtert hat oder sind womöglich noch andere Diskurse am Werk, die uns ein insgesamt stark verĂ€ndertes Bild von dem geben, was heute unter einer „normalen“ Geburt verstanden wird?Und welche Rolle spielt die Ökonomisierung der Kliniken?Der Vortrag gibt Antworten auf diese Fragen und greift dabei auf laufende Forschungen zurĂŒck.

Dr. Sabine Flick vertritt derzeit die Professur fĂŒr Soziologie mit dem Schwerpunkt Familien- und Jugendsoziologie an der Goethe-UniversitĂ€t in Frankfurt am Main und forscht am dortigen Institut fĂŒr Sozialforschung. Ihre Schwerpunkte sind Medizin- und Wissenssoziologie, qualitative Forschungsmethoden sowie die Soziologie der GeschlechterverhĂ€ltnisse. Neben ihrer TĂ€tigkeit in der Wissenschaft ist sie als Supervisorin in Feldern psychosozialer Arbeit unterwegs.

Der Vortrag ist Teil der neuen Veranstaltungsreihe „Geschlecht. Gesellschaft. Psyche“ der monaliesa. In dieser Veranstaltungsreihe wollen wir uns mit der Frage beschĂ€ftigen, inwiefern die Kategorie Geschlecht vermittelt ĂŒber gesellschaftliche Prozesse mit psychischer Gesundheit zusammenhĂ€ngt bzw. auch andersherum, wie psychische Gesundheit durch gesellschaftliche VerĂ€nderungen insbesondere bezĂŒglich Geschlechternormen befördert werden könnte.

Freitag, 28.06.19, 19 Uhr: Die Achillesferse der IntersektionalitĂ€t – Überlegungen zu Antisemitismus als blinder Fleck der IntersektionalitĂ€t

Referentin: Merle Stöver

Wer sich einst hoffnungsvoll unter dem Schlagwort der IntersektionalitĂ€t versammelte, musste mit jener Hoffnung vor der Unmöglichkeit, Antisemitismus adĂ€quat zu erfassen und einzubeziehen, kapitulieren. Im Vortrag wird nicht nur jene Unmöglichkeit thematisiert, sondern auch zugleich der Blick auf aktuelle Entwicklungen geworfen, die den antisemitischen Geist der IntersektionalitĂ€tsdebatten der vergangenen Jahre offenbaren. Doch die Kapitulation vor dem Antisemitismus, der als Ressentiment, politische Bewegung und Ideologie zugleich fĂŒr sich beansprucht, die Welt erklĂ€ren zu können, soll nicht das Ende sein: Im Anschluss soll im Vortrag diskutiert werden, inwiefern Bedingungen geschaffen werden können, um Antisemitismus zu erfassen und im Zusammenspiel mit Rassismus, Sexismus oder Klassismus zu analysieren.“

Merle Stöver ist Masterstudentin am Zentrum fĂŒr Antisemitismusforschung der TU Berlin. Sie forscht, schreibt und spricht zu Antisemitismus und Geschlecht.

Eine Veranstaltung im Rahmen der JĂŒdischen Woche Leipzig.

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Freitag, 13.09.19, 19 Uhr: Film „Unter der Haut liegen die Knochen“ von Marlene Pardeller zum Thema Femizid, Vorstellung der Kampagne „KeineMehr“

Er untersucht, wie das gesamtgesellschaftliche Problem der Frauen*morde in den politisch so unterschiedlichen RealitÀten wie Italien und Mexiko sich dennoch so Àhnlich gestalten kann. Dabei werden Frauenhauskoordinatorinnen, TrÀgerinnen von Traditionen wie Schuachplattlerinnen und Wrestlerinnen sowie Forscherinnen zu diesem Thema befragt, um die KausalzusammenhÀnge zu erforschen.
Nach einer gemeinsamen Diskussion mit der Filmemacherin wird der Bezug zur deutschen RealitÀt hergestellt. Jeden Tag wird in Deutschland versucht, eine Frau* umzubringen. Das ist keine RealitÀt, die wir als Normalzustand akzeptieren können. Die Arbeit der KeineMehr-Kampagne wird von den Initiatorinnen vorgestellt. Ziel der Kampagne ist es, die ZustÀnde in Deutschland zu benennen um sie nachhaltig zu verÀndern.

Freitag, 11.10.19, 19 Uhr: „Die Sportlerin. Die Geschichte der feministischen Kickboxerin Claudia Fingerhuth“, Lesung mit Ulrike Gramann

Claudia Fingerhuth ist im Dahlem der 1960er Jahre aufgewachsen und erlebt die politischen Auseinandersetzungen der 1980er in Berlin-Kreuzberg: Proteste, UmbrĂŒche, AufbrĂŒche. In dieser Zeit begegnet sie auch ihrer Lebenspartnerin Inken Waehner. Durch sie lernt Claudia das Kickboxen, feministische Selbstverteidigung und Wendo kennen. Sie findet sich schnell ein und beginnt mit Inken auch andere Frauen zu trainieren. 2009 grĂŒnden Claudia und Inken sogar einen eigenen Frauen- und MĂ€dchensportverein – Lowkick (https://www.lowkick-berlin.de/index.php/de/). Doch zur gleichen Zeit erkrankt Claudia an Brustkrebs. Sie kĂ€mpft darum, informiert zu entscheiden, medizinische Möglichkeiten zu nutzen, ohne sich auszuliefern. Von Verein und Frauensport zieht sie sich nicht zurĂŒck: „Chemotherapie unter den Augen von 2000 Frauen“, nennt sie das. Nichts kann einer schicksalhaft schweren Krankheit nachtrĂ€glich Sinn geben. Aber den guten Sinn eines bewegten, beweglichen Lebens löscht auch die Krankheit nicht aus.

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