DO, 16.06., 19 Uhr in der MONAliesA: Frauen // Das Politische ist persönlich // Aus den Tagebüchern zweier Abtreibungsärztinnen – Lesung

Lesung und Gespräch zu Texten von Kristina Hänel und Dr. Else Kienle*
*Kristina Hänel – Das Politische ist persönlich. Tagebuch einer “Abtreibungsärztin” (2019)
Else Kienle – Frauen. Aus dem Tagebuch einer Ärztin (1931)

“Wie wenig weiß selbst der Wohlmeinende von der schrecklichen, zwingenden Gewalt eines einzelnen Frauenerlebnisses”, schreibt Else Kienle 1931, nachdem sie wegen der Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen inhaftiert wurde. Mehr als 80 Jahre später steht die Gießener Ärztin Kristina Hänel wegen “Werbung” für Schwangerschaftsabbrüche vor Gericht. Beide Ärztinnen werden dafür bestraft, ungewollt Schwangeren in einer Notsituation helfen zu wollen.
Wir möchten den Geschichten dieser beiden Ärztinnen, aber vor allem auch denen ihrer Patientinnen, Gehör verschaffen und uns mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Abtreibungen auseinandersetzen.

Für die Veranstaltung gilt: FFP2 Maske während der Veranstaltung und eine Maximalbegrenzung der Teilnehmendenanzahl. Danke für euer Verständnis und Mitwirken in dieser Sache!
Über Spenden freuen wir uns. Spendenempfehlung: 2–10 EUR

Freitag, 10.06., 19 Uhr: “Ein simpler Eingriff” – Lesung mit Yael Inokai

Ort: MONAliesA

Yael Inokai liest aus ihrem neuen Roman “Ein simpler Eingriff”
Moderation: Kaśka Bryla

Ein neuartiger Eingriff verspricht Patientinnen ein besseres, ein normaleres Leben. Noch ist er unerprobt, doch bisher hatte Meret nie Grund, als Krankenschwester an der Macht der Medizin zu zweifeln. Dann lernt sie Sarah kennen und muss sich plötzlich fragen, was ein besseres, normales Leben überhaupt ist. Und ob sie ein solches leben will.
Yael Inokai, Autorin und Redaktionsmitglied der Zeitschrift PS: Politisch Schreiben, erzählt vom Ausbruch dreier Frauen und der emanzipatorischen Kraft der Liebe.
Moderiert wird der Abend von der Autorin und Redaktionskollegin Kaśka Bryla.

Für die Veranstaltung gilt: FFP2 Maske während der Veranstaltung und eine Maximalbegrenzung der Teilnehmendenanzahl. Danke für euer Verständnis und Mitwirken in dieser Sache!
Über Spenden freuen wir uns. Spendenempfehlung: 2–10 EUR

Am 5.3., 18 Uhr, im IFZ: Die Angst linker Männer vor den Feministinnen

Linke Männer haben Angst vor Feministinnen. Doch gesteht man sich eine Furcht nicht ein und verdrängt sie, zum Beispiel, weil sie dem positiven Selbstbild als nettem Typen oder Profeministen widerspricht, handelt man nicht weniger in ihrem Bann. Dabei wäre allein die aggressionsbereite Angst vor Frauen, die Männern im Patriarchat ganz generell gemein ist, schon schlimm genug. Doch unter Linken verfügen Frauen nicht bloß durch ihre Körper und ihre weibliche Sexualität über etwas, das Männer zugleich anzieht, sie aber auch in ihren maskulinen Autonomiewünschen verunsichert. In linken Milieus sind sich Frauen als auch andere marginalisierte Geschlechter darüber hinaus ihrer objektiv beschissenen gesellschaftlichen Lage bewusst. Sie organisieren sich, kämpfen kollektiv gegen Sexismus, sexuelle Gewalt und männliche Dominanz. Und weil das so ist, reicht es für linke Männer nicht mehr aus, das Patriarchat stets nur bei anderen, schlechteren, fremden, rechten oder rassifizierten Männern zu verorten. Sie spüren: Das eigene zwielichtige Verhältnis zu Frauen und Sexualität steht im Scheinwerferlicht. Und kann Konsequenzen haben. Darum bekennen sich linke Männer zwar öffentlich artig zum Feminismus und finden laute Frauen auch irgendwie ganz gut, bekämpfen sie jedoch durch allerlei Mittel: durch Passivität, Sturheit und Selbstmitleid bis hin zur männerbündischen Intrige. Im Vortrag sollen einige Beobachtungen und Mechanismen des Phänomens dargelegt und so gezeigt werden, dass es für praktischen Antifeminismus keine “Antifeministen” braucht – oder, anders gesagt: dass keine Feinde braucht, wer solche Verbündeten hat.

Zur Referent:in: Jeja Klein macht freien Journalismus unter anderem für queer.de, das nd, Supernova oder die analyse & kritik und beschäftigt sich mit Geschlecht, Männlichkeit und sexueller Gewalt. Pronomen: Es (“Sie” ist aber auch okay, so lange es für nichtbinäre Personen kein anerkanntes Pronomen gibt).

Für die Veranstaltung gilt 2G+ (2mal geimpft und tagesaktueller Test, dreifach Geimpfte brauchen keinen Test), FFP2 Maske während der Veranstaltung.

Wir freuen uns auf: “Ein neuer, ein ganz anderer Ort” – Roman von Koschka Linkerhand am Sonntag, 13.02., 15 Uhr in der MONAliesA

Irgendwann im 18. Jahrhundert, irgendwo in den Appalachen in einer puritanischen Missionsgemeinde, behauptet eine Pfarrersfrau, einst Pirat gewesen zu sein. Anne Burleigh sagt es nicht laut, sondern leise, nur für sich – während kein Weg aus ihrem arbeitsreichen Alltag in dem viel zu kalten Landstrich führt. Miss Cleave, die Dorflehrerin, ermutigt Anne, sich ihrer Geschichte übers Lesen und Schreiben anzunähern.
Können Buchstaben tatsächlich etwas verändern? Welche Rolle spielt dabei die schweigsame Miss Cleave – und welche deren Freundin Rebecca, eine zum Puritanismus bekehrte Tscherokesin? Anne navigiert sich durch Wörter und ihr Begehren und bricht schließlich zu einer Reise durch das koloniale Nordamerika auf. Gibt es einen Weg zurück zur Seeräuberei?

Für die Veranstaltung gilt 2G+ (2mal geimpft und tagesaktueller Test, dreifach Geimpfte brauchen keinen Test), FFP2 Maske während der Veranstaltung und maximal 20 Teilnehmende. Danke für euer Verständnis und Mitwirken in dieser Sache!
Über Spenden freuen wir uns. Spendenempfehlung: 2–10 EUR

MONAliesA macht … Schluss

Das Projekt MONAliesA macht Medien endet zum Jahreswechsel. Wir danken unseren Fördermittelgebern und den Kooperationspartnern und wünschen viel Spaß beim Durchklicken der virtuellen, interaktiven Abschlussbroschüre. Klickt auf die Links und Icons und lernt unsere Kooperationsprojekte kennen.
Wer lieber hört statt liest kann uns eine Stunde lang bei unserer Abschlussradiosendung zuhören.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.