Am Dienstag, 22.06., 19 Uhr (Galerie KUB): Lesung mit Christina Clemm – AktenEinsicht, Geschichten von Frauen und Gewalt

Ort: Kunst- und Bauschlosserei Galerie KUB

40% der Frauen in Deutschland haben seit ihrem 16. Lebensjahr körperliche und/oder sexualisierte Gewalt erlebt. Jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau durch ihren Partner oder Expartner getötet.
Diese Zahlen sind erschreckend und dennoch seit vielen Jahren stabil – Gewalt gegen Frauen ist Alltag in Deutschland. Besonders schutzbedürftige Personen wie Frauen mit Beeinträchtigung, unsicherem Aufenthaltsstatus oder nicht binäre Menschen sind besonders von Gewalt betroffen. Gleichzeitig wird auch im Jahr 2021 wenig über diese Gewalt gesprochen, darüber berichtet oder dagegen unternommen.
Die Anwältin Christina Clemm arbeitet als Strafverteidigerin und Nebenklagevertreterin von Opfern sexualisierter und rassistischer Gewalt. In ihrem 2020 erschienen Buch „AktenEinsicht, Geschichten von Frauen und Gewalt“ berichtet sie in sachlicher Sprache von acht Fällen, die realen Geschichten in leicht abgewandelter Form nachempfunden sind. In der Vorbemerkung des Buches erklärt Clemm: „Es geht mir im Kern nicht um den konkreten Einzelfall. Es geht mir darum, strukturelle Probleme dieser Gesellschaft anhand von Geschichten aufzuzeigen, die ähnlich andauernd passieren.“
In der Lesung wird Christina Clemm in Auszügen aus ihrem Buch vorlesen. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit Fragen zu stellen.

MONAliesA macht Medien Projektupdate

Unser diesjähriges medienpädagogisches Projekt “MONAliesA macht Medien” ist gestartet.
Mit folgenden Projekten kooperieren wir:

– SAfT/ Solidarische Alternative für Taucha e.V.
https://saft.noblogs.org/
– Justa Bad Lausick/ Jugend stark machen
https://www.instagram.com/fjm_landkreisleipzig/
– Netzwerk für demokratische Kultur e.V.
https://www.ndk-wurzen.de/
– Dorf der Jugend Grimma
https://dorfderjugend.de/jugend/
– Feministisches Forum Görlitz
https://www.polylux.network/projekte/ff-feministisches-forum/
– KURTI Bautzen
https://www.polylux.network/projekte/kurti/

Alle Termine, Inhalte der Workshops und aktuelle Infos bzgl der Coronapandemie findet ihr hier: https://de-de.facebook.com/pg/MONAliesAleipzig/events/?ref=page_internal

Neue Bib-Öffnungszeiten

Nächste Woche öffnen wir Mittwoch (9.6) und Donnerstag (10.6).
Und ab übernächster Woche (ab 15.6.) haben wir wieder Dienstag bis Donnerstag geöffnet!

Bitte benutzt weiterhin unser Buchungssystem und achtet auf die geltenden Hygiene- und Schutzverordnungen, wenn ihr vorbeikommen möchtet.

Wir freuen uns auf euch!

P.S. Bringt eure ausgeliehenen Bücher bitte wieder zu uns zurück. Ab Juli werden wir wieder Mahngebühren erheben

Fr., 28.05., 19 Uhr: “Frauenbewegung in Ostdeutschland. Aufbruch, Revolte und Transformation in Leipzig 1980–2000” – Onlineveranstaltung mit Jessica Bock

Teilnehmer*innenzahl: 25
Die Veranstaltung läuft über Zoom, Anmeldung unter bibliothek@monaliesa.de. Der Vortrag wird aufgenommen und kann im Nachgang (ohne die Diskussionsrunde) hier angesehen werden.

Jessica Bock bietet mit ihrer Studie erstmals eine fundierte Auseinandersetzung zur jüngsten Frauenbewegungsgeschichte in Ostdeutschland. Anhand bislang kaum beachteter Quellen sowie zahlreicher Interviews mit Zeitzeuginnen zeichnet sie ein detailreiches und lebendiges Bild von Akteurinnen und Netzwerken zwischen 1980 und 2000. Zugleich schließt das Buch eine Lücke in der DDR-Oppositions-, Revolutions- und Transformationsforschung. Im Vortrag soll es vor allem um jene Frauen gehen, die sich ins politische Geschehen einbrachten, bislang aber weitgehend unsichtbar blieben. Zudem spricht Jessica Bock über Strategien, Konzepte und Ziele der oppositionellen Frauenbewegung in Ostdeutschland. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit der Autorin ins Gespräch zu kommen. Eine Veranstaltung im Rahmen von Leipzig liest.

Ab Do., 11.03.21, online Audio-Vortrag: Täterschutz in linken Strukturen

Ausgehend von den Ereignissen um Moni’s Rache Anfang Januar 2020, und allen weiteren Veröffentlichungen sowie Aufarbeitungsprozessen in Bezug auf sexualisierte Gewalt in der Leipziger Linken, stellt sich seit Langem die Frage des Täterschutzes. Was ist das überhaupt? Wie passiert er? Wie kann er gestoppt werden?

Der Vortrag entwickelt die These, dass wir alle immer Betroffene und Täter*in zugleich sind und wir uns durch das Konstrukt ‚Täterschutz‘ oftmals nur abgrenzen wollen von denjenigen, die wir als ‚schlechte Menschen‘ verstehen. In dem Moment, in dem wir begreifen, dass auch wir Täter*innen sind bzw. es werden können, fällt es leichter sich mit der Thematik tatsächlich zu befassen, als dem Abwehrimpuls und dem Externalisieren des Problems zu folgen.

‚Täterschutz‘ wurde in den letzten Monaten bzw. im letzten Jahr häufig als Vorwurf an diverse Einzelpersonen und/oder Gruppen gerichtet, ohne möglicherweise zu wissen, was das genau bedeutet. Der Vortrag versucht sich anhand von verschiedenen Texten, Blogeinträgen usw. dem Thema auf mehreren Ebenen, losgelöst von Emotionen und konkreten Beispielen, zu nähern, um die begriffliche Einordnung und die damit verbundenen Herausforderungen und Fragen für die Linke zu konkretisieren.

Referentin: Jule ist Sozialarbeiterin im Frauenhaus, seit vielen Jahren aktiv als Unterstützin von Betroffenen von sexualisierter Gewalt, Feministin

Den Vortrag könnt ihr ab dem 11.03. auf unserer Mixcloud-Seite anhören