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Stoppt sexistische Werbung in Leipzig!

Ein erster Schritt ist geschafft! Dank der Petitionsaktion des Runden Tisches gegen Gewalt an Frauen beschloss der Leipziger Stadtrat am 22. November ein Verbot sexistischer Werbung im öffentlichen Raum sowie in Werbeerzeugnissen, sofern es sich um Werbe- und Marketingaktionen städtischer Einrichtungen handelt. Leider hat es der Stadtrat bewusst unterlassen zu definieren, ab wann Werbung sexistisch ist! Hier wäre gar nicht soviel Arbeit nötig gewesen, denn die Frauenrechtsorganisation Terres Des Femmes hat eine Übersicht mit Kriterien erarbeitet, aus der hervorgeht, ab wann Werbung als sexistisch betrachtet wird. Weiterhin wurde die Forderung der Petition ignoriert, die Verträge mit JCDecaux Deutschland GmbH und DSM GmbH um eine Klausel zu erweitern, die das Abhängen sexistischer Werbung auf Aufforderung der Stadt hin möglich macht. In Ulm zum Beispiel gibt es eine solche Klausel. Den Leipziger Räten scheint es hierbei aber noch an politischem Willen zu fehlen.

Es heißt also: Weiter dranbleiben!!

MIRIAM zu Gast in Leipzig

Yolanda Acuña Urbina tourt derzeit durch Deutschland. Sie ist Gründerin und Koordinatorin der Frauenrechtsorganisation MIRIAM, die sich seit mehr als 20 Jahren in Nicaragua für Bildungsprojekte zur Frauenförderung, Geschlechtergerechtigkeit und Menschenrechte von Frauen, Jugendlichen und Kindern einsetzt.

Die Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat in Nicaragua mittlerweile epidemische Ausmaße angenommen. Laut einer statistischen Erhebung durch die nicaraguanische Regierung (ENDESA 2006/2007) erlebt jede dritte Frau in ihrer Beziehung physische oder sexuelle Gewalt. In ihrem Bericht „Listen to their Voice and Act: Stop the Rape and Sexual Abuse of Girls in Nicaragua“ (2010) zeigt Amnesty International das Ausmaß sexueller Gewalt im häuslichen Umfeld: Zwei Drittel der Opfer sind unter 17 Jahre alt, 90% der Täter sind Familienangehörige.

Heute Abend wird Yolanda Acuña Urbina um 19 Uhr im Tipi Westwerk die Organisation MIRIAM, deren Projekt vorstellen und einen Film zeigen. Anschließend wird sie mit den Zuschauer_innen diskutieren.