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In memoriam: Johanna Ludwig (1937-2013)

Johanna Ludwig

Johanna Ludwig (*26.01.1937 – †02.08.2013)

ist nach langer, schwerer Krankheit am 2. August 2013 verstorben.  MONAliesA trauert um eine jahrelange Mitkämpferin und Wegbegleiterin, die das frauenkulturelle und -politische Geschehen in Leipzig nachhaltig geprägt hat.

Die Initiatorin, langjährige Vorsitzende und Ehrenvorsitzende der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. hat mehr als zwei Jahrzehnte lang unermüdlich, ideenreich und gewissenhaft Leben und Werk der Schriftstellerin und Frauenpolitikerin Louise Otto-Peters erforscht, andere ermutigt und für die Rechte der Frauen sensibilisiert.

Johanna Ludwig hat damit einen maßgeblichen Beitrag zur Wiederaneignung des Erbes der deutschen Frauenbewegung in Leipzig geleistet, das hier im 20. Jh. aus unterschiedlichen Gründen wenig Beachtung fand und partiell in Vergessenheit geriet. Maßgeblich durch ihre vielfältigen öffentlichen Initiativen wissen inzwischen viele Leipzigerinnen und Leipziger, dass ihre Stadt nicht nur als Universitätsstadt, Messestadt, Musikstadt, Buchstadt, Stadt des Sports und Stadt der deutschen Arbeiterbewegung Berühmtheit erlangte, sondern dass sie auch ein Zentrum der deutschen Frauenbewegung war, und verbinden dies mit den Namen von Louise Otto-Peters, Auguste Schmidt, Henriette Goldschmidt und anderen.
Johanna Ludwigs Anliegen bestand aber nicht nur aus rein historischen Betrachtungen; aktuelle Bezüge zur Förderung der Gleichstellung von Frauen in der heutigen Zeit wurden bewusst gesucht.

Die Louise Otto-Peters-Gesellschaft e.V. wird ihre Arbeit im Sinne von Johanna Ludwig fortsetzen.

20 Jahre Little Earthquakes

Vor 20 Jahren veröffentliche Tori Amos einer ihrer wichtigsten und großartigsten Platten: Little Earthquakes.

Nach ihrem ersten und doch recht unglücklichen Start als Musikerin mit dem Projekt Y Kant Tori Read, kehrte sie zu ihrem Klavier zurück und schrieb Musikgeschichte.
1992, als die Welt komplett dem Grunge-Fieber verfallen war, tauchte sie mit ihrem Bösendorfer auf und legte eine bis dato nicht dagewesene Karriere als Musikerin und Komponistin hin. Songs wie „Crucify“, „Winter“, „Silent all these years“ oder der Jahrtausendsong „Me and a Gun“ gehören heute zu ihren Klassikern und werden regelmäßig auf ihren inzwischen legendären Konzerten gespielt.

Doch nicht nur auf musikalischer Ebene betrat Tori Amos Neuland. Auch mit ihren Texten setzte sie neue Maßstäbe: Feminismus, Christentum, Patriarchat und weibliche Sexualität bilden bis heute ständige Themen auf ihren Alben. Unvergessen sind Textzeilen wie „Boy you best pray that I bleed real soon…“, „Look I´m standing naked before you, don´t you want more than my sex“ oder „give me life, give me pain, give me myself again“.

Zugegeben, hier schreibt ein glühender Tori-Amos-Fan und diese Platte sei allen empfohlen, die sich mit dem umfangreichen und komplexen Werk der rothaarigen Ausnahmekünstlerin beschäftigen wollen. Ein kleiner Einstieg sei hier gegeben, ansonsten kann man bei uns vorbeischauen und CDs sowie Bücher von Tori Amos ausleihen.