Essay „Ein Spiegel des sozialistischen Alltags?“

Das Frauenbild in der Sibylle- Zeitschrift für Mode und Kultur

Vierzig Jahre lang erschien die Sibylle – Zeitschrift für Mode und Kultur sechs Mal jährlich von 1956 bis 1995 mit einer Auflage von 200.000 Exemplaren und publizierte vor allem Bilder, aber auch Texte zu den Themen Mode, Kultur, Kunst und Lebensstil für Frauen jeden Alters. Auch vermeintlich weibliche Aufgaben wie Haushaltsführung, Kochen und Familienarbeit waren, so wie sie auch heute Teil von Frauenzeitschriften sind, in Form von Rezepten, Kolumnen, Leserinnenbriefen, Artikel über Prominente und Werbeanzeigen abgebildet. Eine Einlage im Mittelteil, die Schnittmuster enthielt, war in jeder Ausgabe vorhanden und das Aushängeschild der Zeitschrift. Die abgebildete Mode wurde von fachkundigen Modeschaffenden, aus denen die Redaktion der Sibylle bestand, zusammengestellt, teilweise entworfen und empfohlen. Dank dem unverfänglichen Label „Modezeitschrift“ konnten die Kreativen der Sibylle häufig an der Zensur vorbei veröffentlichen. Verschiedene renommierte Fotograf*innen wie Arno Fischer, Ute Mahler, Roger Melis oder Günter Rössler inszenierten Models und Mode vor heimischer DDR-Kulisse und skizzierten im Lauf der Erscheinungsjahre eigene Frauenbilder[1]. Ute Mahler beschrieb „Jeder Fotograf hat das Frauenbild fotografiert, das für ihn ideal war“[2]. Gerade diese Fotografien, die Qualität und Ästhetik der Fotos unterschied Sibylle von ähnlichen Frauenzeitschriften. Sibylle blieb diesem Anspruch und dem Alleinstellungsmerkmal der hochwertigen Modefotografie immer treu. Bereits kurz nach ihrer Gründung 1956 bekam Sibylle das Attest „zu französisch“[3] zu sein. So war doch der Gründungsauftrag der Sibylle, als „meinungsbildendes Medium an der Formierung einer sozialistischen deutschen Nationalkultur“[4] mitzuwirken. Berichte von Pariser Modenschauen und der Blick auf internationale Mode, auch aus dem Westen standen wohl im Widerspruch dazu.
Doch inwiefern war die Sibylle fernab von illustrierter Mode ein Spiegel des sozialistischen Alltags von Frauen in der DDR und welches Frauenbild zeichnet sie?

Die Mutti arbeitet wie ein Mann
Die Sibylle vermittelte vor allem in den 1960ern kulturelle Leitbilder der sozialistischen Frau in der DDR: mit praktischer und zurückhaltender Mode posiert sie in heimischer Umgebung  und im beruflichen Umfeld, in dem „die Mutti arbeitet wie ein Mann“[5]. Begleitet werden die Modestrecken, von Körperpflegehinweisen und vielen Porträts über Künstlerinnen, Schauspielerinnen[6] und Fotografinnen[7].
Nähe zum Alltag und zur Lebenswelt der Leserin wird nicht nur in Modestrecken, in denen Models vor Plattenbau-Wohngebieten oder in der industriellen Produktion[8] posieren, hergestellt. Auch in Artikelreihen wie „Frau von heute“ oder „Zwischen 40 und 50“ werden Frauen vorgestellt und den Leserinnen gewünschte Konventionen vermittelt. Die Frau ist neben ihrer Identität als Arbeiterin und Genossin im sozialistischen Kollektiv auch Mutter[9], für den Haushalt und die Familienarbeit zuständig, und führt eine heterosexuelle Ehe[10].
Oft ist sie neben all diesen Verpflichtungen zusätzlich in einer lokalen Frauengruppe, beim Sport oder in einem Chor aktiv oder bildet sich weiter. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erscheint erstrebenswert und leicht machbar, wenn Frau denn nur will. Die Porträts wirken durch ihre Platzierung im Alltag der Frauen lebensnah, die Frauen erscheinen vorbildlich und unkompliziert in allen Lebensbereichen und etabliert in den meisten Berufen. Die langjährige Redakteurin Dorothea Melis beschrieb das Frauenbild in dieser Zeit als: „[…]berufstätig, gebildet, gesellschaftlich tätig und dabei auch noch Mutter – also alle Dinge unter einen Hut zu bringen. Und ich muss sagen, die meisten haben das auch noch geschafft.“[11] Schöne und kraftvolle Bilder illustrieren den Arbeitsalltag von einer Schäferin, einer U-Bahn-Fahrerin  oder Frauen in der Produktion, die Frauen stehen scheinbar stolz und zufrieden „ihren Mann“, auch in männlich dominierten Berufsfeldern. Zur angenehmeren Gestaltung der häuslichen und familiären Reproduktionsarbeit findet die Leserin in der Sibylle Tipps und Tricks.Sibylle schaffte eine Sympathie zur Arbeiterin, die eben auch ihre Leserin ist, verfehlt aber, Herausforderungen im Leben der vorgestellten Frauen darzustellen und sich somit mit ihnen zu solidarisieren.

Die doppelte Vergesellschaftung und ihre Verhandlung
Die illustrierte Botschaft ist klar: der Staat sorgt für die Frau in Form von Erwerbsarbeit und sozialpolitischen Maßnahmen, wie dem Recht auf Kinderbetreuung in Kindertagesstätten, die Erwerbsarbeit gestaltet wiederum das Leben der Frau, und diese sorgt für ihre Familie [12]. Viele DDR-Gesetze zielten auf die Gleichstellung von Mann und Frau ab, so gab es im Familiengesetzbuch von 1965 eine verfasste Gleichstellung von Mann und Frau und den Wert von Familie für die sozialistische Gesellschaft[13] und im beispielsweise im Arbeitsgesetzbuch von 1977 verfasste Teilhabe, die Frauen die Berufstätigkeit ermöglichen sollten[14]. Die Sibylle illustrierte dieses Rollenbild für ihre Leserinnen durch die Kombination von Arbeitsgestaltung , Familie und Freizeit in ihren Artikelreihen.
Dass die staatliche Fürsorge für Frauen von der Erwerbsarbeit bis zur eigenen Familie trotzdem patriarchalische Strukturen und Benachteiligung von Frauen nicht verhinderte, zeigte sich in einigen wenigen Artikeln der Sibylle: so fragte sich die spätere Vorsitzende des Demokratischen Frauenbunds Gisela Steineckert 1968 im Artikel „Chancen mit Gesetzeskraft“, wie Frauen berufliche Erfüllung trotz ihrer Mehrfachbelastungen erfahren können[15] und beantwortet das mit einem Verweis auf die Fürsorge durch SED und Gesetze[16]. 1975 diskutierten Chefredakteurin Yvonne Freyer und die stellvertretende Gesundheitsministerin der DDR Anneliese Toedtmann im Artikel „Sibylle im Gespräch: Wie vereinbaren sich Beruf und Familie ?“[17]. Sogar die Ministerin für Volksbildung und Ehefrau des mächtigsten Mannes in der DDR, Margot Honecker wurde 1979 mit „Der Mensch im Sozialismus kennt nicht die Angst vor dem morgigen Tag. Er hat das Recht auf Arbeit, kennt keine Arbeitslosigkeit, ihm ist soziale Sicherheit Selbstverständlichkeit seines Lebens“ [18] zitiert und sieht den Fortschritt im Recht auf Arbeit für den geschlechtslosen Mensch.
Die Herausforderungen von doppelter Vergesellschaftung blieben in den vierzig Erscheinungsjahren der Sibylle subtiles Dauerthema ohne als ebensolche benannt zu werden, und wurde selten durch Mode („Das trägt die Berufstätige Frau“ oder „Der weibliche Arbeitsplatz“) diskutiert.
Auch politische Partizipation von Frauen thematisierte die Sibylle selten. Im Geleitwort der Chefredakteurin, durch Hinweis auf die Schicksale bekannter politischer Frauen oder als Bemerkung bei der Vorstellung einer porträtierten Frau fand sie Erwähnung. Politische Teilhabe wurde in vergleichbaren anderen Frauenzeitschriften wie der Lernen und Handeln oder der Für dich in Form von Gruppen- und Verbandsorganisierung und Partizipation in parlamentarischer Politik propagiert. War es doch der Anspruch der DDR, Frauen zu fördern, um „die Republik zu stärken, dem Frieden und dem Sozialismus neue große Kräfte zuzuführen […]“[21]. Daher bezeichnete sich die SED sich sogar als „Partei der Frauen“[22]. Dass es trotz gesetzlicher Gleichstellung[23] und fortschrittlichem Scheidungsrecht noch Probleme im partnerschaftlichen heterosexuellen Leben oder auch mit staatlicher Zuwendung geben konnte, beweisen die vielfältigen Themen in der Kolumne Recht im Alltag, die bis 1982 bestand. Die Reihe war zwar zur Information und Hilfe gedacht, zeigte jedoch auch gut, dass trotz gesetzlicher Gleichstellung tradierte Rollenbilder und geschlechtliche ungerechte Verteilung von Arbeit und Entlohnung[24] kaum verändert wurden.

Von der Mutti zur Konsumentin?
Die Teilnahme von Frauen an Erwerbsarbeit hob in der DDR ab den 1970ern die ökonomische Ungleichheit zwischen den Geschlechtern weitestgehend auf. Mit finanzieller Sicherheit und einer mittlerweile gewissen wirtschaftlichen Stabilität des Landes nach den Jahrzehnten des Wiederaufbaus eröffneten sich für Frauen Möglichkeiten, durch Konsum von angenehmen oder schlicht schönen Dingen wie Mode eine gewisse Individualität oder auch Lebensqualität für sich zu genießen.
1969 verkündete die Sibylle-Redaktion: „Sibylle wird weiter am Thema bleiben, damit die Frau von heute – so wie es die Entschließung des 2. Frauenkongresses der DDR fordert – ihre Freizeit sinnvoll nutzen, ihre Spannkraft und Lebensfreude durch sportliche Betätigung erhöhen und mit Charme und Geist wirkungsvoll das Leben unserer Gesellschaft beeinflussen kann“[25], strebte aber zugleich eine Erweiterung der Themenspektren an, „weil wir für unsere Anliegen bei der Entwicklung der sozialistischen Lebensweise ein weiteres Betätigungsfeld sehen“[26]. Daher führte sie neue Artikelreihen zu Museen, Ausschnitte und Empfehlungen zu Literatur, Filmempfehlungen der DEFA, Umstylings von Leserinnen und gesellschaftliche und popkulturelle Themen ein. Auch die Artikelreihe „Psyche und Gesundheit“ eröffnete neue Perspektiven, wurden dort neben psychischen Erkrankungen auch familiäre Probleme, der Umgang mit Behinderungen bei Kindern[27] oder chronische Erkrankungen diskutiert. Im Folgenden erweiterte sich 1973 die Inhaltsangabe der Sibylle um die Sparte Ratgeber.[28] Die Darstellung der Leitbilder änderte sich in den 1970er Jahren, es werden Akademikerinnen, Intellektuelle, Schauspielerinnen, Künstlerinnen, internationale Frauen und Politikerinnen porträtiert und nicht mehr die Erzieherin, Verkehrspolizistin oder Facharbeiterin vorgestellt. Ungewöhnlich ist dies, weil trotz staatlich verordneter Gleichstellung nur wenige Frauen in der DDR in politisch verantwortungsvollen Positionen saßen[29] und weil die außergewöhnlichen Lebenswege der porträtierten Frauen für die Leserin nicht nachahmbar waren, sondern eher einen sehnsuchtsvollen Unterhaltungscharakter hatten. Die Sibylle vollzog in diesem Jahrzehnt eine Wandlung von der Zeitung, die der Leserinnenschaft über sozialistische Mode unter anderem sozialistisches Verhalten vorbildhaft vermitteln wollte und die Leserin in den Mittelpunkt stellte, hin zu einem Magazin mit stärkerem Fokus auf Lifestyle, Trends und Mode. Körperpflegetipps („Schön sein, schön bleiben“), Gymnastikanleitungen für Einzelsport („Yoganastik“ ) und Diäten  wurden nun zu Themen, was überrascht, ist doch eine reduzierte Ernährung kontraproduktiv für arbeitende Menschen[30] und sind Schönheit und Schlankheit repressive Themen, die eine Reduzierung von Frauen auf eben diese Aspekte mit sich bringen. Jedoch lassen das Aufkommen dieser Artikelreihen ab den 1970ern auch die Interpretation zu, dass nach den Jahren des Wiederaufbaus nun etwas mehr Freizeit und Unterhaltung möglich war. Mode und Körperpflege waren Möglichkeiten, Träume, Sehnsüchte und Individualität zu leben.
In den 1980ern verstärkte sich der Fokus der Sibylle auf Mode und Lifestyle. Hochglanz, Kosmetik, Mode, Jeans, Dessous und viel Kunst rückten noch mehr in den Mittelpunkt. Die Models wurden diverser, beispielsweise wurden schwarze Menschen regelmäßig abgebildet, und die Mode, die präsentiert wurde, war keinesfalls nur für den Alltag geeignet.

Die Prophetin
Die Inhalte der Sibylle entsprachen der Rolle der altgriechisch-mythologischen Figur, mit der der Name assoziiert werden kann: Prophetinnen sollen Sibyllen gewesen sein, Weissagung betrieben haben, manchmal auch in Rätseln. Weissagung erfolgte in der Zeitschrift Sibylle in Form von der Verkündung neuer Modetrends und -kollektionen. Auch in der Kunst und eigenen Ästhetik der beteiligten Fotograf*innen und der Vorhersage von Trends und gesellschaftlichen Themen war Sibylle anderen Frauenzeitschriften voraus.
Es überrascht nicht, dass der Sibylle „besonders krasse apolitische Tendenzen“ [31] von staatlicher Seite aus bescheinigt wurde, und spätestens mit Blick auf den Inhalt der Hefte um den Umbruch 1989 wirkt das teilweise nachvollziehbar – beschäftigte sich doch das Heft die Sibylle an keiner Stelle mit der gesellschaftlichen Transformationen in dieser Zeit. Gleichzeitig zeigt diese Aussage auch, wie blind das staatliche Urteil für die subtilen Töne der Sibylle war. Auch nach 1990, als lange Vorproduktionszeit und staatliche Kontrolle nicht mehr an retrospektiver Betrachtung der eigenen Arbeit und der Situation von Frauen in der DDR hindern konnte, hält die mittlerweile neu besetzte Redaktion sich bedeckt.
Sibylle ist der Aufgabe, sozialistisches Bewusstsein zu bilden und zu fördern nicht gerecht geworden. […] sie führt ihre Leser nicht zu einer sozialistischen Lebensauffassung, sondern propagiert vielfach bürgerliche Anschauungen, weckt kleinbürgerliche Beschaulichkeit, vermittelt ein falsches Geschichtsbild und geht in vielen Beiträgen an den Problemen unseres gesellschaftlichen Lebens, unseres sozialistischen Aufbaus vorbei“[32], so beurteilte bereits 1967 eine Untersuchung der „Frauen im ZK“[33], einer Arbeitsgruppe der SED, die Rolle der Zeitschrift in der DDR. Ihr Urteil zeigt, dass Sibylle aus Sicht der SED nicht ihrem eingangs erwähnten staatlichen Auftrag nachgekommen ist. Kommentare zur DDR- Frauenpolitik und zum Patriarchat in der DDR sind in der Sibylle sicher nicht in den schriftlichen Artikeln zu finden, vielmehr muss sie in der Bildsprache gesucht werden. In kleinen Kolumnen und Artikeln zum Beispiel zum Thema Partnerschaft findet sie anklang.

Sibylle zeigte auch Inhalte fernab sozialistischer Norm. Körperpflege kann neben dem schnellen Urteil der Oberflächlichkeit auch die Zeit sein, die die Frau allein für sich und mit sich verbringt, in der sie den schwer erarbeiteten Lohn für sich selbst verwendet und Wohlfühlen in ihrem Körper als Kontrast zu den Belastungen von Arbeit und Alltag erleben kann. Auch der beigelegte Mittelteil mit Schnittmustern lässt neben der Notwendigkeit des eigenen Schneiderns durch Rohstoffmangel die Deutung zu, dass Mode kreativ individualisiert werden konnte, wo die staatliche Konfektion es nicht zugelassen hat. Sibylle besetzt mit dieser Individualität, weiblicher Freizeit und Ästhetik des Alltags eine Nische, die sie über so viele Jahre und trotz politischer Missbilligung füllte und die die Leserinnen dankbar annahmen. Dazu sagt Dorothea Melis: „Es ist eigentlich so ein landläufiges Vorurteil, dass es im sozialistischen Lager keine Mode gegeben hat, dass es da keine Ästhetik gab, dass es nicht schön ist, dass es da keine Kultur gab.“[34] Sibylle bewies das Gegenteil und hat einen Beitrag zu einem modischen und selbstbestimmten Frauenbild geleistet.


[1] Vgl „Essay Paris, Berlin, Bitterfeld- ein Modemagazin für DDR-Frauen“

[2] Mahler, Ute; Neumann, Uwe (Hg.): Sibylle – Zeitschrift für Mode und Kultur. 1956-1995, Stuttgart 2017, S. 293

[3] https://taz.de/Tod-von-Sibylle-Boden-Gerstner/!5366538/

[4] Mahler, Ute; Neumann, Uwe (Hg.): Sibylle – Zeitschrift für Mode und Kultur. 1956-1995, Stuttgart 2017, S. 28

[5] Titel in einer Illustration. In: Lernen und Handeln. 5 (1972), S. 15

[6] „Ursula Karusseit“ in: Sibylle – Zeitschrift für Mode und Kultur, 1966, H. 6, S. 32-33.

[7] Fischer, Arno / Thömmes, Peter: „Frauen fotografieren: Galina Sanko“ in: Sibylle – Zeitschrift für Mode und Kultur, 1965, H. 4, S. 57-59.

[8] „Junge Mode für einen jungen Betrieb“ in: Sibylle – Zeitschrift für Mode und Kultur, 1979, H. 2, S. 52-57.

[9] Kaiser, Martina: „Ja zum Kind…“ in: Sibylle- Zeitschrift für Mode und Kultur, 1979, H. 3, S. 26-29.

[10] Kuhnert, Günter: „Partnerschaft“ in: Sibylle – Zeitschrift für Mode und Kultur, 1972, H. 2, S. 12-13.

[11] https://www.deutschlandfunkkultur.de/intelligent-und-natuerlich.1076.de.html?dram:article_id=175961

[12] Trotz des Anspruchs, dass Hausarbeit „vergesellschaftet werden würde“ (Engels, Friedrich: Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates (1884), in: Marx-Engels-Werke, Bd. 21, Berlin 1977, S. 181) finden sich zahlreiche Einrichtungs-, Putz- und Kochtipps. Vgl. Kaminsky, Anna: Frauen in der DDR, Berlin 2017, S. 19.

[13] http://www.verfassungen.de/ddr/familiengesetzbuch65.htm Erster Teil, §2

[14] http://www.verfassungen.de/ddr/arbeitsgesetzbuch77.htm 1. Kapitel §3

[15] Steineckert, Gisela: „Chancen mit Gesetzeskraft“ in: Sibylle – Zeitschrift für Mode und Kultur, 1968, H. 2, S. 24-25: „Es handelt sich um Frauen, die ihre eigene Weiterbildung und die Entwicklung ihrer Persönlichkeit für eine Reihe von Jahren zugunsten der heranwachsenden Kinder und des Ehemannes zurückgestellt haben. […] Es ist sicher, dass dabei ungenutzte Talente verloren gingen – und persönliches Glück.“.

[16] Inwiefern die SED konkrete Frauenpolitik machen konnte, wenn nur ein geringer Prozentsatz ihrer Funktionärinnen weiblich waren, bleibt offen. Vgl. Kaminsky, Anna: Frauen in der DDR, Berlin 2017, S. 65.

[17] Freyer, Yvonne/ Toedtmann, Anneliese: „Sibylle im Gespräch: Wie vereinbaren sich Beruf und Familie?“ in: Sibylle – Zeitschrift für Mode und Kultur, 1975, H. 5, S. 24-25.

[18] Honecker, Margot: „Soziale Sicherheit der Familie- sichere Zukunft der Kinderin: Sibylle – Zeitschrift für Mode und Kultur, 1979, H. 3, S. 1.

[21] „Die Frauen, der Frieden und der Sozialismus. Kommuniqué des Politbüros des ZK der SED“, in: Neues Deutschland, 23.12.1961, S. 1.

[22] Kaminsky, Anna: Frauen in der DDR, Berlin 2017, S. 41.

[23] Ebenda, S. 42.

[24] Schrödter, Kurt: „Recht im Alltag: Das neue Arbeitsgesetzbuch und die Rechte der Frauen“ in: Sibylle – Zeitschrift für Mode und Kultur, 1978, H. 1, S. 81.

[25] „Frauen von heute“ in: Sibylle – Zeitschrift für Mode und Kultur, 1969, H. 3, S. 21-25.

[26] „Liebe Leser“ in: Sibylle – Zeitschrift für Mode und Kultur, 1969, H. 1, S. 2.

[27] Jun, Gerda: „Psyche und Gesundheit: Das chronisch kranke und behinderte Kind“ in: Sibylle – Zeitschrift für Mode und Kultur, 1978, H. 6, S. 74-75.

[28] „Inhaltsverzeichnis“ in: Sibylle – Zeitschrift für Mode und Kultur, 1973, H. 3, S. 1.

[29] Kaminsky, Anna: Frauen in der DDR, Berlin 2017, S. 46.

[30] „Schlankheitsdiät- bei 900-1000 Kalorien werden Sie schlanker und gesünder“ in: Sibylle – Zeitschrift für Mode und Kultur, 1967, H. 3, S. 74-75.

[31] Winkler, Thomas, „Eine Zeitschrift unter dem Radar“, in: Mahler, Ute; Neumann, Uwe (Hg.): Sibylle – Zeitschrift für Mode und Kultur. 1956-1995, Stuttgart 2017, S. 302.

[32] Ebenda.

[33] http://www.argus.bstu.bundesarchiv.de/dy30afrau/index.htm
Beim Parteivorstand wurde 1946 eine Frauenabteilung gebildet, die 1947 in ein Frauensekretariat umgewandelt und 1952 in die neu gebildete Abteilung Leitende Organe der Partei und der Massenorganisationen eingegliedert wurde. 1955 erfolgte die erneute Bildung einer Abt. Frauen, die zwischenzeitlich (1956-1966) den Status einer Arbeitsgruppe hatte und bis 1989 existierte.

Die Abteilung koordinierte die Frauenpolitik in allen gesellschaftlichen Bereichen bis in die Kommunen und Betriebe hinein. Sie kontrollierte die Durchführung der SED-Beschlüsse in den Frauenausschüssen, im Demokratischen Frauenbund Deutschlands und in den Frauenkommissionen des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes, arbeitete eng mit der Frauenkommission beim Politbüro zusammen und schuf Kontakte zu Frauenorganisationen anderer Länder.

[34] https://www.deutschlandfunkkultur.de/intelligent-und-natuerlich.1076.de.html?dram:article_id=175961