Archiv der Kategorie: Allgemein

Fr., 13.09.19, 19 Uhr: Film „Unter der Haut liegen die Knochen“ von Marlene Pardeller

Der Film untersucht, wie das gesamtgesellschaftliche Problem der Frauen*morde in den politisch so unterschiedlichen Realitäten wie Italien und Mexiko sich dennoch so ähnlich gestalten kann. Dabei werden Frauenhauskoordinatorinnen, Trägerinnen von Traditionen wie Schuachplattlerinnen und Wrestlerinnen sowie Forscherinnen zu diesem Thema befragt, um die Kausalzusammenhänge zu erforschen. Die Arbeit der KeineMehr-Kampagne wird von den Initiatorinnen vorgestellt.

So, 08.09., 16 Uhr: Outside the box #7 – Lesung und Diskussion zum Thema “Erfahrung”

In diesen Zeiten eine Ausgabe zu Erfahrung? Redet die „outside the box“ jetzt nur noch über das Besondere? Oder wird die “outside” jetzt ganz im Gegenteil völlig abgehoben, befasst sich nicht mehr mit der Veränderung der Gesellschaft, sondern nur noch mit Begriffsgeschichte? Kein StreikHeft? Kein Magazin gegen die Wahlen in Sachsen? Gegen § 218 und 219a? Gerade jetzt eine Ausgabe zu einer ganz abstrakten Frage?

Im Juli erschien die siebte Ausgabe der outside the box zum Thema Erfahrung. Wir werden einzelne Passagen aus dem Heft lesen, erzählen, wie es zu dieser Ausgabe kam und laden euch ein, mit uns die Inhalte zu diskutieren. Denn wie ihr vielleicht schon ahnt, geht es um beides: Es geht um die Erfahrungen als individuellen, subjektiven Moment – das Besondere, das nicht im Allgemeinen aufgeht. Es geht aber auch um die Beschäftigung mit einer theoretischen Reflexion über Erfahrung, denn die Wiedergabe von Einzelmomenten, das bloße Nebeneinanderstellen von individuellen Erfahrungen reicht nicht aus, wenn das Anliegen ist, eine feministische Gesellschaftstheorie zu formulieren.

Weitere Informationen zur outside the box findet ihr unter outside-mag.de

Freitag, 28.06.19, 19 Uhr: Die Achillesferse der Intersektionalität – Überlegungen zu Antisemitismus als blinder Fleck der Intersektionalität

Referentin: Merle Stöver

Wer sich einst hoffnungsvoll unter dem Schlagwort der Intersektionalität versammelte, musste mit jener Hoffnung vor der Unmöglichkeit, Antisemitismus adäquat zu erfassen und einzubeziehen, kapitulieren. Im Vortrag wird nicht nur jene Unmöglichkeit thematisiert, sondern auch zugleich der Blick auf aktuelle Entwicklungen geworfen, die den antisemitischen Geist der Intersektionalitätsdebatten der vergangenen Jahre offenbaren. Doch die Kapitulation vor dem Antisemitismus, der als Ressentiment, politische Bewegung und Ideologie zugleich für sich beansprucht, die Welt erklären zu können, soll nicht das Ende sein: Im Anschluss soll im Vortrag diskutiert werden, inwiefern Bedingungen geschaffen werden können, um Antisemitismus zu erfassen und im Zusammenspiel mit Rassismus, Sexismus oder Klassismus zu analysieren.“

Merle Stöver ist Masterstudentin am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin. Sie forscht, schreibt und spricht zu Antisemitismus und Geschlecht.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Jüdischen Woche Leipzig.