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Am 5.3., 18 Uhr, im IFZ: Die Angst linker Männer vor den Feministinnen

Linke Männer haben Angst vor Feministinnen. Doch gesteht man sich eine Furcht nicht ein und verdrängt sie, zum Beispiel, weil sie dem positiven Selbstbild als nettem Typen oder Profeministen widerspricht, handelt man nicht weniger in ihrem Bann. Dabei wäre allein die aggressionsbereite Angst vor Frauen, die Männern im Patriarchat ganz generell gemein ist, schon schlimm genug. Doch unter Linken verfügen Frauen nicht bloß durch ihre Körper und ihre weibliche Sexualität über etwas, das Männer zugleich anzieht, sie aber auch in ihren maskulinen Autonomiewünschen verunsichert. In linken Milieus sind sich Frauen als auch andere marginalisierte Geschlechter darüber hinaus ihrer objektiv beschissenen gesellschaftlichen Lage bewusst. Sie organisieren sich, kämpfen kollektiv gegen Sexismus, sexuelle Gewalt und männliche Dominanz. Und weil das so ist, reicht es für linke Männer nicht mehr aus, das Patriarchat stets nur bei anderen, schlechteren, fremden, rechten oder rassifizierten Männern zu verorten. Sie spüren: Das eigene zwielichtige Verhältnis zu Frauen und Sexualität steht im Scheinwerferlicht. Und kann Konsequenzen haben. Darum bekennen sich linke Männer zwar öffentlich artig zum Feminismus und finden laute Frauen auch irgendwie ganz gut, bekämpfen sie jedoch durch allerlei Mittel: durch Passivität, Sturheit und Selbstmitleid bis hin zur männerbündischen Intrige. Im Vortrag sollen einige Beobachtungen und Mechanismen des Phänomens dargelegt und so gezeigt werden, dass es für praktischen Antifeminismus keine “Antifeministen” braucht – oder, anders gesagt: dass keine Feinde braucht, wer solche Verbündeten hat.

Zur Referent:in: Jeja Klein macht freien Journalismus unter anderem für queer.de, das nd, Supernova oder die analyse & kritik und beschäftigt sich mit Geschlecht, Männlichkeit und sexueller Gewalt. Pronomen: Es (“Sie” ist aber auch okay, so lange es für nichtbinäre Personen kein anerkanntes Pronomen gibt).

Für die Veranstaltung gilt 2G+ (2mal geimpft und tagesaktueller Test, dreifach Geimpfte brauchen keinen Test), FFP2 Maske während der Veranstaltung.

Wir freuen uns auf: “Ein neuer, ein ganz anderer Ort” – Roman von Koschka Linkerhand am Sonntag, 13.02., 15 Uhr in der MONAliesA

Irgendwann im 18. Jahrhundert, irgendwo in den Appalachen in einer puritanischen Missionsgemeinde, behauptet eine Pfarrersfrau, einst Pirat gewesen zu sein. Anne Burleigh sagt es nicht laut, sondern leise, nur für sich – während kein Weg aus ihrem arbeitsreichen Alltag in dem viel zu kalten Landstrich führt. Miss Cleave, die Dorflehrerin, ermutigt Anne, sich ihrer Geschichte übers Lesen und Schreiben anzunähern.
Können Buchstaben tatsächlich etwas verändern? Welche Rolle spielt dabei die schweigsame Miss Cleave – und welche deren Freundin Rebecca, eine zum Puritanismus bekehrte Tscherokesin? Anne navigiert sich durch Wörter und ihr Begehren und bricht schließlich zu einer Reise durch das koloniale Nordamerika auf. Gibt es einen Weg zurück zur Seeräuberei?

Für die Veranstaltung gilt 2G+ (2mal geimpft und tagesaktueller Test, dreifach Geimpfte brauchen keinen Test), FFP2 Maske während der Veranstaltung und maximal 20 Teilnehmende. Danke für euer Verständnis und Mitwirken in dieser Sache!
Über Spenden freuen wir uns. Spendenempfehlung: 2–10 EUR

MONAliesA macht … Schluss

Das Projekt MONAliesA macht Medien endet zum Jahreswechsel. Wir danken unseren Fördermittelgebern und den Kooperationspartnern und wünschen viel Spaß beim Durchklicken der virtuellen, interaktiven Abschlussbroschüre. Klickt auf die Links und Icons und lernt unsere Kooperationsprojekte kennen.
Wer lieber hört statt liest kann uns eine Stunde lang bei unserer Abschlussradiosendung zuhören.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

„Frauen* streiken! Frauen* feiern! Frauen* setzen sich zur Wehr!“ hieß es die letzten 12 Monate in der MONAliesA

Ein Jahr lang haben wir uns mit den Themen Queerfeminismus und aktuelle feministische Protestformen auseinandergesetzt.

Unsere Ergebnisse könnt ihr jetzt erkunden! Wir haben Flyer, Sticker, Poster, Protokolle und viele weitere Materialien unseres queer-/feministisch Archiv gesichtet, strukturiert und verschlagwortet. In unserem Bibliothekskatalog könnt ihr diese jetzt durchsuchen und für eure Forschungen und Projekte nutzen.Unter dem Schlagwort “queerfeministisches Archiv” findet ihr alle Materialien auf einen Blick. Sie sind sowohl in analoger als auch digitaler Form bei uns nutzbar.

Außerdem haben in diesem Jahr auch Interviews mit Aktivist*innen zu den Themen Ladyfest, 8. März, Schwangerschaftsabbruch und sexuelle Gewalt gegen FLINTA* geführt, welche nun Teil unseres Archivbestandes sind.

Unser Podium zu Zines in queer-feministischen Kontexten hat einen Einblick in das Medium Zine gegeben. Ihr könnt die Veranstaltung auf unserer Mixcloud-Seite nachhören!

Die Erkenntnisse, welche wir in einem Jahr Auseinandersetzung mit Queerfeminismus und seinen Protestformen gewonnen haben, haben wir in Essays verschriftlicht! Diese könnt ihr unter “Projekte” oder in unserer Broschüre lesen. Bald gehen sie auch auf dem Digitales Deutsches Frauenarchiv – DDF online.

Viel Spaß beim Entdecken!

Am Freitag, 12.11., 19 Uhr (Galerie KUB): Mutterschaft (um)schreiben – Eine Lesung mit dem Autor*innenkollektiv “other writers”

Ort: Kunst- und Bauschlosserei Galerie KUB

Für die Veranstaltung gilt die 2G Regel: Geimpft oder Genesen.

Ein Autor kann ein einsames Genie sein – sie kann es aber auch lassen. Vorstellungen vom Autorinsein und von Familie wandeln sich. Other Writers Need to Concentrate ist eine Internetseite über die komplexen Verbindungen zwischen Autorinnenschaft und Elternschaft. Die Seite möchte den Austausch fördern, Arbeitsbedingungen dokumentieren und ein Bewusstsein für die Bedürfnisse schreibender Eltern schaffen. Zwei ihrer Mitglieder, Linn Penelope Micklitz und Sibylla Vricic Hausmann stellen ihre Perspektive und ihre Texte vor. Moderation: Daniela Foohs

Wir freuen uns über Spenden; Spendenempfehlung: 2–10 €