Archiv fĂŒr den Monat: Januar 2019

Freitag, 22.03.19, 19 Uhr: Das Politische ist Persönlich! Kristina HĂ€nel liest ACHTUNG RAUMÄNDERUNG

Die Veranstaltung findet im GWZ der Uni Leipzig, Beethovenstr. 15, Hörsaal im Erdgeschoss statt!

Tagebuch der „AbtreibungsĂ€rztin“, die sich nicht mundtot machen lĂ€sst

Von einer, die auszog, einen Unrechtsparagrafen zu kippen: die Gießener Ärztin Kristina HĂ€nel und ihr Kampf fĂŒr das Recht auf Information zum Schwangerschaftsabbruch.

Als Kristina HĂ€nel am 3. August 2017 nach Hause kommt, erwartet sie ein Brief vom Amtsgericht. »Strafverfahren gegen Sie wegen Werbens fĂŒr den Abbruch einer Schwangerschaft  « Laut §219a StGB gilt die Sachinformation auf ihrer Homepage als Werbung und ist verboten, ein Umstand, den Abtreibungsgegner nutzen, um Mediziner*innen bundesweit anzuzeigen. Bis dato unbemerkt von einer breiteren Öffentlichkeit. Dies Ă€ndert sich mit der »Causa HĂ€nel«, als die Ärztin ihren Fall mit einer Petition öffentlich macht und mit Haut und Haar fĂŒr die AufklĂ€rung ĂŒber §219a und seine Abschaffung eintritt.

Als Galionsfigur der Kampagne fĂŒr das Recht auf Information zum Schwangerschaftsabbruch wird Kristina HĂ€nel große mediale Aufmerksamkeit zuteil, doch die Reduzierung auf den Begriff »AbtreibungsĂ€rztin« akzeptiert sie nicht. In ihrem persönlichen Tagebuch hĂ€lt sie mit ungefilterter Offenheit fest, welche inneren und Ă€ußeren KĂ€mpfe sie vor, wĂ€hrend und nach dem Prozess begleiten und wie sie zu der öffentlichen Person wurde, die sie heute ist. Dabei ordnet sie ihr Engagement gegen den §219a ebenso in die Geschichte des Kampfes fĂŒr Frauengesundheit ein wie in den Kontext ihres Wirkens als Ärztin und Mensch. Erkennbar wird eine beherzte Frau, die stets versucht, anderen zu helfen und das Richtige zu tun.

Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen von „Leipzig liest“

11.01.2019, 19 Uhr: Lesung aus der „PS: Anmerkungen zum Literaturbetrieb / Politisch Schreiben“ #4

Was bedeutet Alter fĂŒr Fragen gesellschaftlicher Diskriminierung? Welchen Platz weist einem das eigene Geburtsjahr im Literaturbetrieb zu? Wer hat die Zeit auf seiner Seite und warum? Was heißt es für eine Schriftsteller*in, das alter (lat.), also das andere zu sein? Welche Möglichkeiten gibt es, feministische Geschichtsschreibung in die Literatur zu tragen?

Aus der #4 von PS: Anmerkungen zum Literaturbetrieb / Politisch Schreiben werden Essays zum Thema „alter“ gelesen und in offener Runde diskutiert. PS versteht sich als literarische Plattform, die in aktuelle Debatten des Literaturbetriebes eingreift und Strukturen sichtbar macht. Die jĂ€hrlich erscheinende Zeitschrift vereint neben Essays und Interviews literarische Texte aller Disziplinen, in print und digital.

Es lesen: El Awadalla (Wien) und kaƛka bryla (Leipzig, PS).
Moderation: Carolin Krahl (Leipzig, PS)