Archiv für den Monat: November 2018

So., 09.12., 16 Uhr: Arbeitskämpfe von Hausangestellten gestern und heute

Vortrag von Kimey Pflücke

Hausarbeit ist meist ein feministisches Thema gewesen, indem es als unbezahlte Hausarbeit, als geschlechtliche Arbeitsteilung und Teil der Doppelbelastung behandelt wurde. Dabei waren um 1900 selbst in vielen Industrieländern – und sind es vielerorts immer noch – entlohnte Hausangestellte die größte Kategorie an Arbeiterinnen überhaupt. Arbeitskämpfe von Hausangestellten – seien es andalusische Arbeiterinnen in anarchistischen Gewerkschaften Anfang der 1930er Jahre angesichts des Franquismus, afroamerikanische Angestellte in den 1960/70er Jahren im Zuge der sog. Civil Rights-Bewegung, oder migrantische Arbeiterinnen im Respect-Netzwerk in Berlin – sind darum weitgehend unbekannt. Thema des Vortrags werden verschiedene Kämpfe sein, wobei die Autorin aus ihrer Arbeit zu Uruguay und Spanien vorlesen und Schlaglichter in die Probleme bezahlter Hausarbeit heute werfen wird.

Kimey Pflücke ist Redakteurin der outside the box und hat ihre Dissertation zum Wandel bezahlter Hausarbeit geschrieben.

Einlass: 15.30 Uhr
Veranstaltungsbeginn: 16 Uhr
Eintritt: Spendenempfehlung 2-10 Euro

MONAliesA trifft…

Wir laden Montag, den 12.11. um 19 Uhr zur Veranstaltungsreihe „MONAliesa trifft“ ein. Diesmal berichten Protagonistinnen der oppositionellen Frauenbewegung der Umbruchsphase 1989/90 von ihren Aktionen und Visionen.
Susanne Scharff, Jeany Hoffmann und Dietlind Starke schildern uns ihre Erfahrungen zu den frauenpolitischen Möglichkeiten dieser Zeit, aber auch zur Situation von Frauen in der DDR. Dietlind Starke wird uns berichten, wie sich für sie die Zusammenarbeit zwischen der Frauenbewegung und der Kirche darstellte. Susanne Scharff als Gründerin der Frauenbibliothek MONAliesA und Jeany Hoffmann als Initiatorin der Zeitschrift der Fraueninitiative Leipzig, haben Frauenräume geschaffen, in denen sich während der Umbruchsphase Frauen organisieren und ihre Forderungen kommunizieren konnten. Wie wichtig war die Konstituierung solcher Orte, um eine Frauenbewegung zu initiieren? Oder gab es vielleicht frauenbewegte, kommunale Strukturen in der DDR, auf die zurückgegriffen werden konnten? Welche Rolle spielten Frauen und Frauengruppen für den Umbruch 1989/90 in Leipzig? Wie ist es um die Gleichberechtigung von Männern und Frauen heute im Vergleich zur DDR bestellt? – Diese und andere Fragen wollen wir mit unseren geladenen Gästen und Euch diskutieren.