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Vorträge zum Nachhören: hier

Zine-Ausschreibung >>Sometimes memory can be a knife<<

Leseklub (fortlaufend)jeden zweiten Mittwoch 19 Uhr: Leseklub in der MONAliesA: Aufgrund der aktuellen Situation treffen wir uns, solange es warm ist, im Freien; an einem Konzept für die kalten Monate wird gefeilt. Bitte schreibt an DerHessischeLandbote at disroot.org für mehr Info! Merci & bleibt gesund.

Feministischer MÜTTER*-Stammtisch (fortlaufend) jeden ersten Montag im Monat

Di., 6.10., 19 Uhr: Buchpremiere Debütroman „Roter Affe“ – Szenische Lesung

So., 11.10., 15 Uhr: “materializing feminism – Positionierungen zu Ökonomie, Staat und Identität”

So., 18.10., 13 Uhr: “Die Sportlerin. Die Geschichte der feministischen Kickboxerin Claudia Fingerhuth”

Do., 22.10., 19 Uhr: Frauen im postsozialistischen China: Soziale Lage und feministische
Reflexionen

So., 25.10., 19 Uhr: „Fragile Solidaritäten. Klasse und Geschlecht in der britischen und deutschen Frauenbewegung“ (Onlineveranstaltung)

Ab 27.10, 19 Uhr: wöchentlicher Lesekreis „Einstieg in den materialistischen Feminismus“ (online)

Ausführliche Beschreibung

Zine-Ausschreibung „Sometimes memory can be a knife“

“Sometimes memory can be a knife.” Siri Hustvedt
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Zine-Ausschreibung
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Erinnerung kann ein Messer sein. Sie kann uns so weh tun, als bohre sich eine lange Klinge in unsere Narben, um sie erneut in blutendende Wunden zu verwandeln. Sie kann zu einer Waffe in unserer Hand werden, uns spiegeln wer wir wirklich sind, Licht auf unsere Gemeinsamkeiten werfen und uns die Kraft geben, zusammen zu handeln.

Was löst Siri Hustvedts Aussage „Sometimes memory can be a knife“ bei euch aus?
Was bringt ihr damit in Verbindung? In einem Zine möchten wir genderspezifische Erfahrungen von Frauen, Lesben, Trans*- und genderqueeren Menschen im Umgang mit Erinnerung veröffentlichen. Dafür rufen wir euch auf diese bis zum 15.10.20 mit uns zu teilen. In Prosaform, als Gedicht, Essay oder Bild. Bei einer großen
Anzahl an Einsendungen werden wir die Auswahl für die Veröffentlichung im Zine nach inhaltlichen, sprachlichen und ästhetischen Kriterien treffen, um eine zusammenhängende Sammlung zu gestalten.

Die Texte sollten nicht mehr als 1000 Wörter umfassen und möglichst auf Deutsch geschrieben sein. (Englisch ist auch möglich.) Wir möchten gerne eine breit gefächerte Autorinnenschaft und einen großen Erfahrungsreichtum veröffentlichen und fordern besonders Women of Colour, Trans– und Inter*-Menschen und Frauen mit Behinderung auf, ihre Erfahrungen und Assoziationen mit uns zu teilen. Wenn ihr möchtet, schreibt uns auch gerne einen Satz zu eurer Person dazu.

Bitte schickt eure Einsendungen mit dem Betreff „Memory“ per Email oder Post bis 15.10.20 an:
zine@monaliesa.de
oder
Feministische Bibliothek MONAliesA, Bernhard-Göring-Straße 152, 04277 Leipzig

Leseklub (fortlaufend)

Jeden zweiten Mittwoch 19 Uhr: Leseklub in der MONAliesA – nächste Termine sind am 26.8.20, 9.9.20, 23.9.20, 7.10.20, 21.10.20, 4.11.20, 18.11.20, 2.12.20., 16.12.20.

Wir lesen „Kindheitsmuster“ von Christa Wolf.

Aufgrund der aktuellen Situation treffen wir uns, solange es warm ist, 
im Freien; an einem Konzept für die kalten Monate wird gefeilt.
Bitte schreibt an DerHessischeLandbote at disroot.org für mehr Info!

Der Leseklub in der MONAliesA lädt ein, sich mit der Literatur von Frauen aus der DDR und Osteuropa zu beschäftigen. Wir wollen uns mittwochs (2-wöchentlich) von 19:00 bis 20:30 Uhr in einer offenen Runde unseren Fragen zu Feminismus, Geschichte, Politik und Literatur – zunächst – in den Werken der Autorinnen Joanna Bator, Brigitte Reimann, Irmtraud Morgner und Gisela Steineckert widmen. Jede*r sei herzlich ermuntert, in den Leseklub einzutreten und an der Gestaltung der Sitzungen mitzuwirken, etwa die Moderation für Sitzungen mit spezifischen Themenkomplexen zu übernehmen, kleinere Vorträge zu eigenen Fragestellungen einzubringen, sich über die Autorin und ggf. Übersetzerin zu informieren und vieles ähnliches mehr.

Oberstes Ziel des Leseklubs ist, Freude am Lesen zu fördern und uns mit anderen über unsere Leseerfahrungen auszutauschen! Außer der für einen Leseklub nicht überraschenden Lesebereitschaft und der Neugier und Offenheit gegenüber oben genannten Themen sind daher keine Voraussetzungen nötig. Allerdings möchten wir eine schöne Atmosphäre kreieren, in der keine*r Angst haben muss, etwas zu sagen oder zu fragen. Wir bitten also darum, eine Portion Geduld und Empathie mitzubringen.

Bis dahin freut sich auf euch:
Der Leseklub in der MONAliesA!

Kontakt via Email: DerHessischeLandbote at disroot.org

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Feministischer MÜTTER*-Stammtisch / Empowerment Süd (fortlaufend)

Jeden ersten Montag im Monat, Beginn abwechseln 20 Uhr und 21 Uhr – 22.30 Uhr, nächste Termine 2.3.20 (Theorie – 20h), 6.4.20 (Austausch – 21h), 4.5.20 (Theorie – 20h) und 8.6.20 (Austausch – 21h).

Der feministische MÜTTER*-Stammtisch ist ein offener Treff für alle, die sich kritisch und mit einem feministischen Anliegen mit Mutter-Sein, Mütterlichkeit, Mutterrollen u.ä. auseinandersetzen wollen. Der Stammtisch findet jeden ersten Montag im Monat möglichst pünktlich um 20 Uhr (Theorie) bzw. 21 Uhr (Austausch) in der MONAliesA statt, er dauert etwa 120 Minuten (Theorie) bzw. 90 Minuten (Austausch) und ist kinderfrei. Der Stammtisch ist aus der Mütter*-Vernetzung empowerment und empoerung hervorgegangen und nur eines von vielen Formaten, in denen die Vernetzung von linken Müttern* in Leipzig passiert.

Der Stammtisch erfolgt mit Theorie- und Austausch-Sitzungen im Wechsel. Vorschläge im Block “Theorie” rund um das Thema kritische Mütterlichkeit sind herzlich willkommen, das Genre ist dabei nicht entscheidend. Bitte keine Scheu vor “Theorie”: Niemand braucht besondere Vorkenntnisse, wir werden uns im gemeinsamen Austausch mit dem Material auseinandersetzen und ganz sicher auf viel Spannendes und Erkenntnisreiches stoßen. Es soll nicht um das “Durcharbeiten” von akademischer Fachliteratur gehen und um “richtig” oder “falsch”, sondern darum, durch das Gelesene miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Perspektiven auf die eigene Situation zu gewinnen! Auch für die Austausch-Sitzungen können Themenschwerpunkte gesetzt werden. Natürlich ist es möglich, nur zu einzelnen Stammtischsitzungen zu kommen, also z.B. nur zum Erfahrungsaustausch.

Bei Fragen und Interesse schreibt gerne an: DerHessischeLandbote at disroot.org

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Di., 6.10., 19 Uhr: Buchpremiere Debütroman „Roter Affe“ – Szenische Lesung

Autorin: Kaśka Bryla
Lesende: Kaśka Bryla, Carolin Krahl (PS–Politisch Schreiben), Lisa (PMS–Postmigrantische Störung)
Moderation: Barbara Schnalzger (Outside the Box)
ACHTUNG, anderer Ort: Schaubühne Lindenfels, unter den aktuellen Auflagen finden bis 100 Menschen im großen Saal Platz. Reservierung erforderlich!

„Roter Affe“: Roland K., mehrfacher Mörder und Vergewaltiger, sitzt in der JVA Moabit seine Haftstrafe ab. Mit Mania, der Gefängnispsychologin, scheint ihn mehr zu verbinden als ein paar Therapiestunden. Doch als Manias Kindheitsfreund Tomek aus Wien verschwindet und sie sich gemeinsam mit der Hackerin Ruth auf die verzweifelte Suche nach ihm macht, beginnt ein rasant erzählter Wettlauf mit der Zeit. Werden sie Tomek finden? Und will Tomek überhaupt gefunden werden? Und was hat das alles mit Roland K. zu tun? Mutig und lustvoll verknüpft Kaśka Bryla die großen Fragen von Schuld und Vergebung, von Gut und Böse mit einer unerwarteten Liebesgeschichte zu einer mitreißenden Road novel.

Kaśka Bryla, in Wien geboren und zwischen Wien und Warschau aufgewachsen. Studium der Volkswirtschaft in Wien, danach Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, wo sie 2015 die Literaturzeitschrift und das Autor_innennetzwerk PS: Anmerkungen zum Literaturbetrieb/ Politisch Schreiben mitbegründete, zu deren Redaktion sie seitdem gehört. Kaśka Bryla war Redakteurin des Monatsmagazins an.schläge und erhielt 2013 das START-Stipendium sowie 2018 den Exil Preis für Prosa. Seit 2016 gibt sie Kurse zu Kreativem Schreiben in Gefängnissen, für geflüchtete Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund, 2019 inszenierte sie an der Schaubühne Lindenfels die Reihe Szenogramme.

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So., 11.10., 15 Uhr: “materializing feminism – Positionierungen zu Ökonomie, Staat und Identität”

Buchvorstellung und Diskussion mit Friederike Beier und Lea Haneberg
ACHTUNG, anderer Ort: Freisitz des Conne Island

Wir leben in einer Zeit, in der alle Lebensbereiche vom Kapitalismus durchdrungen sind. Gegen die Zumutungen der kapitalistischen Verwertungslogik wird das eigene Selbst ständig optimiert und individuelle Lösungsstrategien als Freiheit angepriesen. “Einfache” Freiheitsversprechen werden nicht zuletzt auch in Teilen des Feminismus dargeboten und klingen umso vielversprechender, je weniger die kapitalistischen Strukturen hinterfragt werden. Gleichzeitig nehmen gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse zu und es sind nach wie vor Frauen*, die einen Großteil der Fürsorge leisten und dadurch von liberalen Freiheitsversprechen ausgeschlossen werden.

Vor diesem Hintergrund argumentieren die Herausgeber*innen und Autor*innen von materializing feminism für einen materialistischen Feminismus und damit einhergehend für eine kritische Auseinandersetzung mit ökonomischen, gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen und aktuellen Entwicklungen. materializing feminism macht feministische Ökonomie- und Gesellschaftskritik sichtbar, setzt sich mit ihren Praxen und Gegenstrategien auseinander und lädt zum Weiterdenken ein.

Bitte beachtet die Hygiene-Regeln, bringt eure Masken mit und seid rücksichtsvoll

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Sonntag, 18.10., 13 Uhr: “Die Sportlerin. Die Geschichte der feministischen Kickboxerin Claudia Fingerhuth”

Buchvorstellung von Ulrike Gramann
ACHTUNG; anderer Ort: FrauenKultur, Windscheidstr. 51

Bewegung ist Claudia Fingerhuths große Begabung und größte Freude von Mädchenbeinen an. Straßenfußball, Basketball, Tennis, Leichtathletik…, schnell, kraftvoll, beweglich findet sie in jede Sportart hinein.
Aufgewachsen im West-Berlin der 60er Jahre, erlebt Claudia die politischen Auseinandersetzungen der 80er in Berlin-Kreuzberg, Proteste, Umbrüche, Aufbrüche. In der autonomen Frauenbewegung begegnet die Frau mit dem Körper einer Leistungssportlerin dem Kickboxen, feministischer Selbstverteidigung und Wendo und verschreibt sich konsequent dem Breitensport. Claudia, ihre Freundinnen und Mitstreiterinnen gründen 2009 gemeinsam den Verein Lowkick – Selbstverteidigung und Thai/Kickboxen für Frauen und Mädchen. Bei Lowkick werden Thai- und Kickboxen sowie Selbstverteidigungssportarten trainiert.
Unsere Kraft erkennen und freisetzen, gemeinsam in Bewegung sein, unabhängig davon, welche körperlichen Voraussetzungen wir mitbringen, unabhängig davon, welche Verletzungen aus der Vergangenheit uns begleiten, das ist Claudia Fingerhuths Konzept. Denn: „Du musst keine geborene Kämpferin sein, um mit uns zu trainieren!“

Die Lesung findet im Rahmen des 27. Leipziger Lesben*Treffen, dem LeLeTre 2020, in den Räumen der Frauenkultur Leipzig statt.

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Do., 22.10., 19 Uhr: Frauen im postsozialistischen China: Soziale Lage und feministische Reflexionen

Vortrag von Nicola Spakowski (Uni Freiburg)
ACHTUNG, anderer Ort: Institut für Zukunft, An den Tierkliniken 38-40

Die 1978 eingeleitete Reformpolitik hat chinesischen Frauen neue Freiräume und Möglichkeiten beschert, aber auch einen Verlust an sozialer Sicherheit. Im heutigen China werden sie vielfach in die Rolle der Ehefrau und Mutter zurückgedrängt. Der Vortrag skizziert diese Verhältnisse und legt dar, wie sie von chinesischen Feministinnen reflektiert werden. Besondere Aufmerksamkeit erhält dabei ein neuerer, kritischer sozialistischer Feminismus. Er ordnet Chinas Reformen dem globalen Neoliberalismus zu und verlangt eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem sozialistischen Erbe.

Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe “The Red Thread – Linke Perspektiven aus und auf China”, ein Livestream ist geplant.

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So., 25.10., 19 Uhr: „Fragile Solidaritäten. Klasse und Geschlecht in der britischen und deutschen Frauenbewegung“ (Onlineveranstaltung)

Buchvorstellung und Vortrag von Jana Günther

(Weitere Informationen zum Online-Zugang findet ihr in Kürze hier)

Die Frauenbewegung als eine soziale Bewegung gilt als die Agentin der Frauenemanzipation und als Symbol des Freiheitskampfes von Frauen schlechthin. Dabei nutzten die Akteur_innen der Frauenbewegung immer auch neue Formen der Mobilisierung und des Protestes, um ihre Anliegen öffentlichkeitswirksam auf die politische Agenda zu bringen. Ein historisches und von Protestaktiven bis heute imaginiertes Bild einer Einheitlichkeit in sozialen Bewegungen wird innerhalb der Bewegungsforschung durch das Theorem der kollektiven Identität gestützt. Diese Idee impliziert denn auch, dass sich Protest aus relativ homogenen Ideen und politischen Spektren bildet. Zweifelsohne ist die demonstrative Darstellung von Einheitlichkeit und Einigkeit ein wichtiger Prozess der Mobilisierung und in konkreten Aktionsformen ein stilistisches Mittel der Protestinszenierung. Eine eingehendere empirische Analyse der frühen Frauenbewegung zeigt jedoch die Grenzen der Idee kollektiver Identitäten auf. Auf der Folie einer intersektionalen Lesart von Geschlechter- und Klassenrelationen, führt “Fragile Solidaritäten” durch die Geschichte und Diskurse der deutschen und britischen ‚ersten‘ Frauenbewegung und bietet damit einen umfassenden Einblick in das relational vermachtete Feld feministischer Bewegungsströmungen.

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Ab 27.10., 19 Uhr: wöchentlicher Lesekreis „Einstieg in den materialistischen Feminismus“ (online)

Anmeldung unter bibliothek@monaliesa.de / insgesamt fünf Termine, FLINT* only

In unserem Lesekreis „Einstieg in den materialistischen Feminismus“ wollen wir gemeinsam fünf Texte zum materialistischen Feminismus lesen und diskutieren.
Wenn ihr Lust habt, materialistische Positionen kennenzulernen, euch eine Meinung dazu zu bilden und euch in einer Gruppe auszutauschen, seid ihr hier genau richtig! Der Lesekreis richtet sich an Einsteiger*innen. Es werden keine Vorkenntnisse erwartet.
Die Treffen finden jeweils dienstags 19:00 bis 20:30 Uhr online statt. Für jedes Treffen ist ein Textauszug von ca. 20 Seiten zur Vorbereitung zu lesen.
Der Lesekreis richtet sich an FLINT* Personen. (Frauen, Lesben, Inter, Nonbinary, Trans*)